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vom 16.03.2026 PDF
#323
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LÄRM Lärm macht krank.
#324Lärm ist ein weit verbreiteter Stressfaktor und die Ursache für Schlaf störungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
#325In den Ballungsräumen Nordrhein-Westfa lens stellen hohe Lärmbelastungen ein erhebliches Umwelt und Gesundheitsproblem dar.
#326Etwa 1,4 Millionen Menschen sind in Nordrhein-Westfalen gesundheitsschädlichen Lärmpegeln ausgesetzt.
#327Hauptlärmquelle in den Städten ist nach wie vor der Verkehr auf der Straße und der Schiene, aber auch der Luftverkehr.
#328Viel erreicht – GRÜNE Erfolge seit 2010 Mit einer umfassenden Lärmminderungsstrategie und dem Aktionsbündnis „NRW wird leiser“ haben wir die Reduzierung des Umgebungslärms vorangetrieben.
#329Den noch reichen die bestehenden rechtlichen Regelungen nicht aus, um Bereiche mit sehr hohen Lärmbelastungen zu entlasten und dem Entstehen neuer Lärmprobleme vorzubeugen.
#330Lärmreduzierung auf Straße, Schiene und in der Luft Um dem Anspruch eines ganzheitlichen gesundheitsbezogenen Lärmschutzes gerecht zu werden, bedarf es einer Gesamtlärmbetrachtung.
#331Wir setzen uns dafür ein, die dazu er forderlichen Methoden zu entwickeln und die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen.
#332Wir werden dafür streiten, die Regelungen zum Verkehrslärmschutz bundes weit zu verbessern, und darauf drängen, dass der Bund sich an der Finanzierung der Lärmsanierung an kommunalen Straßen finanziell beteiligt.
#333Wir wollen den Lärm schutz bei bestehenden Straßen und Schienenwegen stärken, indem die Auslöse werte für Sanierungsmaßnahmen gesenkt werden.
#334Wir befürworten die Ausweitung des Rechtsanspruchs auf Lärmschutz.
#335Ebenso wollen wir sowohl über Initiativen auf Bundesebene als auch im Rahmen der Landeszuständigkeiten beim Luftverkehr ver schiedene wirksame Maßnahmen für einen besseren Schutz vor Fluglärm ergreifen.
#336Näheres dazu im Kapitel NRW – Zukunft durch Innovation, Flugverkehr) Der Ausgleich zwischen dem Interesse an Freizeitgestaltung und dem Bedürfnis nach Ruhe wird aufgrund der immer stärkeren Flexibilisierung von Arbeitszeiten und geän dertem Freizeitverhalten – insbesondere in den Ballungsräumen – sehr viel schwieriger.
#337Hierzu streben wir einen Dialogprozess an.
#338Es kann aber nicht sein, dass bestehende Sportanlagen nachträglich durch Anwohnerklagen in ihrer Nutzung eingeschränkt wer den.
#339Hier setzen wir uns für einen umfassenderen Bestandsschutz ein.
#340ABFALL Zentrales Element einer Grünen Abfallpolitik ist eine auf Ressourcenschutz, Schadstoff und Abfallvermeidung ausgerichtete Produktion.
#341Wir wollen zum einen langlebige und reparierbare Produkte aus umweltverträglichen Materialien, zum anderen Produkte, die biologisch abbaubar oder gut recycelbar sind.
#342Das heißt, wir wollen einen produkt und produktionsintegrierten Umweltschutz sowie die Förderung umweltfreundlicher und innovativer Technologien, zum Beispiel auf Basis nachwachsender Rohstoffe.
#343In diesem Sinne setzen wir uns auf Bundesebene dafür ein, dass die Produktverant wortung der Hersteller über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts verpflichtend ausgebaut wird, insbesondere durch eine Verlängerung gesetzlich vorgeschriebener Ga rantiezeiten.
#344Wir wollen eine stetige Verringerung des Abfallaufkommens erreichen.
#345Abfallver meidungsprogramme wollen wir weiter ausbauen und stärken.
#346Initiativen zur Wieder verwertung, zum Beispiel Repair-Cafés und andere, wollen wir aktiv unterstützen und fördern.
#347Um die sortenreine Erfassung recyclingfähiger Wertstoffe zu erreichen, ist eine konsequente Getrennt-Haltung von Abfällen an der Entstehungsquelle sicherzustellen.
#348Dies gilt gleichermaßen für die Abfälle aus privaten Haushalten wie für die aus Gewer bebetrieben.
#349Die Sammlung und Verwertung von Siedlungsabfällen ist ein wesentlicher Bestandteil der Daseinsvorsorge und gehört in die kommunale Verantwortung.
#350Die Kommunen waren es in der Vergangenheit, die die getrennte Erfassung von Papier, Glas, Bio und Grünmaterial, Elektrogeräten, schadstoffhaltigen Abfällen und von vielem mehr überhaupt erst eingeführt haben.
#351Ohne ein langfristiges und zuver lässiges System zur Erfassung und Verwertung von Abfällen erreicht man dauerhaft keine hohen Recyclingquoten.
#352Hier können die Kommunen die politische Steuerungs fähigkeit und Kontrolle gewährleisten.
#353Sie müssen entscheiden können, ob sie in Ei genregie oder mit Dritten die Wertstoffsammlung betreiben wollen.
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