Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 18.03.2026 PDF
#3398
Mit der Reform sind wir in vielen Be reichen Vorreiter für eine moderne Verwaltung, wie etwa beim Gesundheitsmanagement und bei Fort und Weiterbildungen.
#3399
Daran wollen wir anknüpfen und die Arbeitsbedin gungen im öffentlichen Dienst für Beamt*innen und Angestellte weiter verbessern.
#3400
Dazu gehört die Verringerung der Belastungen durch Schichtdienste mithilfe arbeitnehmer freundlicher Modelle.
#3401
Auch wollen wir prüfen, ob die Beihilfe als Arbeitgeberanteil auf die gesetzlichen Krankenkassen ausgeweitet werden kann, um Landesbeamt*innen die Möglichkeit zu geben, freiwillig Teil des Solidarsystems zu werden und um bestehende Ungleichheiten in diesem Bereich abzumildern.
#3402
Wir wollen zudem die Beamtenanwär ter*innen unterstützen, die keine private Krankenversicherung erhalten.
#3403
Härten bei den Beamtenanwärter*innen, die Ausbildungszeiten verlängern müssen, sollen mit dem Ziel geprüft werden, sie in der Regel ohne Abzüge weiterzubezahlen.
#3404
Durch eine bereichsspezifische Zielquote bei Beförderungen und für Leitungsfunkti onen werden Frauen bei im Wesentlichen gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung in Zukunft im öffentlichen Dienst bevorzugt befördert – wenn der Frauenanteil in dem jeweiligen Beförderungsamt 50 Prozent noch nicht erreicht hat.
#3405
So sollen die Karrierechancen für Frauen im öffentlichen Dienst gestärkt und langfristig der Frau- enanteil in den höheren Beförderungsämtern und in Leitungsfunktionen erhöht werden.
#3406
Unsere Gesellschaft wird vielfältiger.
#3407
Entwicklungen wie diese müssen sich auch in der Zusammensetzung des Personals abbilden.
#3408
Wir wollen daher die interkulturelle Öff nung des öffentlichen Dienstes vorantreiben und gezielt Menschen mit unterschiedli chen Hintergründen ansprechen und fördern.
#3409
Alle Beschäftigten sollen auch weiterhin im Bereich interkulturelle Kompetenz geschult werden.
#3410
Als moderner Arbeitgeber bleibt der öffentliche Dienst auch attraktiv für Berufsein steiger*innen.
#3411
Diese wollen wir für eine Zukunft in der Landesverwaltung gewinnen und so demografischen Effekten gezielt entgegenwirken.
#3412
Auch Erwerbsbiografien werden vielseitiger.
#3413
Davon wollen wir profitieren und den Zugang zum Landesdienst künftig noch weiter für Quereinsteiger*innen öffnen.
#3414
Bislang ruht das Beamtenverhältnis bei Kommunalbeamt*innen und Landesbe amt*innen bei der Ernennung auf ein Wahlbeamtenverhältnis nicht.
#3415
Vielmehr endet die Verbeamtung auf Lebenszeit mit der Ernennung.
#3416
Wir sind dafür, dass Kommunal und Landesbeamt*innen bei ihrer Wahl zu Wahlbeamt*innen nach ihrer Amtszeit in ihr vor heriges Amt zurückkehren können, wie es in anderen Bundesländern und im Bundes recht bereits geregelt ist.
#3417
Die Arbeitsabläufe innerhalb der Verwaltung sollen zeitgemäßer werden.
#3418
Durch die zunehmende Digitalisierung kann effizienter und schneller gearbeitet und den Bür ger*innen mehr Service online angeboten werden.
#3419
Dabei bleibt es unser Ziel, höchste Standards für die Sicherheit und Transparenz bei der Verwendung persönlicher Daten zu schaffen.
#3420
Jedes Angebot bleibt jedoch ohne Nutzen, wenn es von den Bürger*innen nicht verstanden wird.
#3421
Daher sollten alle Verwaltungen in Nordrhein-Westfalen ihre Kommu nikation stets in verständlicher, bürgerfreundlicher Sprache halten.
#3422
Nicht zuletzt soll unsere Landesverwaltung ökologischer werden.
#3423
Mit der Nachhaltig keitsstrategie haben wir uns das Ziel einer „Nachhaltigen Landesverwaltung“ gesetzt.
#3424
Auch über Klimaschutzaspekte hinaus wollen wir in der Landesverwaltung einen verbesserten Schutz der natürlichen Ressourcen.
#3425
So wollen wir beispielsweise über eine Videokonfe renzsoftware Dienstreisen verringern.
#3426
Eine klimaneutrale und nachhaltige Landesverwal tung wird mittelfristig sowohl kostengünstiger als auch leistungsfähiger sein.
#3427
Hinweisgeber*innen (Whistleblower*innen) dienen der Gesellschaft, indem sie Miss stände aufdecken.
#3428
Sie sind keine Verräter*innen, sondern verdienen als wichtiger Teil des demokratischen Miteinanders Anerkennung und Respekt.


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