Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

Dokument lesen

-

vom 18.03.2026 PDF
#3402
Wir wollen zudem die Beamtenanwär ter*innen unterstützen, die keine private Krankenversicherung erhalten.
#3403
Härten bei den Beamtenanwärter*innen, die Ausbildungszeiten verlängern müssen, sollen mit dem Ziel geprüft werden, sie in der Regel ohne Abzüge weiterzubezahlen.
#3404
Durch eine bereichsspezifische Zielquote bei Beförderungen und für Leitungsfunkti onen werden Frauen bei im Wesentlichen gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung in Zukunft im öffentlichen Dienst bevorzugt befördert – wenn der Frauenanteil in dem jeweiligen Beförderungsamt 50 Prozent noch nicht erreicht hat.
#3405
So sollen die Karrierechancen für Frauen im öffentlichen Dienst gestärkt und langfristig der Frau- enanteil in den höheren Beförderungsämtern und in Leitungsfunktionen erhöht werden.
#3406
Unsere Gesellschaft wird vielfältiger.
#3407
Entwicklungen wie diese müssen sich auch in der Zusammensetzung des Personals abbilden.
#3408
Wir wollen daher die interkulturelle Öff nung des öffentlichen Dienstes vorantreiben und gezielt Menschen mit unterschiedli chen Hintergründen ansprechen und fördern.
#3409
Alle Beschäftigten sollen auch weiterhin im Bereich interkulturelle Kompetenz geschult werden.
#3410
Als moderner Arbeitgeber bleibt der öffentliche Dienst auch attraktiv für Berufsein steiger*innen.
#3411
Diese wollen wir für eine Zukunft in der Landesverwaltung gewinnen und so demografischen Effekten gezielt entgegenwirken.
#3412
Auch Erwerbsbiografien werden vielseitiger.
#3413
Davon wollen wir profitieren und den Zugang zum Landesdienst künftig noch weiter für Quereinsteiger*innen öffnen.
#3414
Bislang ruht das Beamtenverhältnis bei Kommunalbeamt*innen und Landesbe amt*innen bei der Ernennung auf ein Wahlbeamtenverhältnis nicht.
#3415
Vielmehr endet die Verbeamtung auf Lebenszeit mit der Ernennung.
#3416
Wir sind dafür, dass Kommunal und Landesbeamt*innen bei ihrer Wahl zu Wahlbeamt*innen nach ihrer Amtszeit in ihr vor heriges Amt zurückkehren können, wie es in anderen Bundesländern und im Bundes recht bereits geregelt ist.
#3417
Die Arbeitsabläufe innerhalb der Verwaltung sollen zeitgemäßer werden.
#3418
Durch die zunehmende Digitalisierung kann effizienter und schneller gearbeitet und den Bür ger*innen mehr Service online angeboten werden.
#3419
Dabei bleibt es unser Ziel, höchste Standards für die Sicherheit und Transparenz bei der Verwendung persönlicher Daten zu schaffen.
#3420
Jedes Angebot bleibt jedoch ohne Nutzen, wenn es von den Bürger*innen nicht verstanden wird.
#3421
Daher sollten alle Verwaltungen in Nordrhein-Westfalen ihre Kommu nikation stets in verständlicher, bürgerfreundlicher Sprache halten.
#3422
Nicht zuletzt soll unsere Landesverwaltung ökologischer werden.
#3423
Mit der Nachhaltig keitsstrategie haben wir uns das Ziel einer „Nachhaltigen Landesverwaltung“ gesetzt.
#3424
Auch über Klimaschutzaspekte hinaus wollen wir in der Landesverwaltung einen verbesserten Schutz der natürlichen Ressourcen.
#3425
So wollen wir beispielsweise über eine Videokonfe renzsoftware Dienstreisen verringern.
#3426
Eine klimaneutrale und nachhaltige Landesverwal tung wird mittelfristig sowohl kostengünstiger als auch leistungsfähiger sein.
#3427
Hinweisgeber*innen (Whistleblower*innen) dienen der Gesellschaft, indem sie Miss stände aufdecken.
#3428
Sie sind keine Verräter*innen, sondern verdienen als wichtiger Teil des demokratischen Miteinanders Anerkennung und Respekt.
#3429
Wir wollen deshalb den Schutz von Whistleblower*innen im Dienstrecht des Landes verankern.
#3430
Innenpolitik und öffentliche Sicherheit – das wollen wir GRÜNE: ■ mehr Polizist*innen einstellen, die sozialraumorientierte Polizeiarbeit fördern und eine*n Polizeibeauftragte*n beim Landtag einrichten ■ ein Landesförderprogramm gegen Rechtsextremismus und Rassismus auflegen, ein Projekt gegen Rechtsextremismus, Alltagsrassismus und Diskriminierung im Sport fördern und ein regelmäßiges wissenschaftliches Monitoring einführen ■ das Handlungskonzept gegen den gewaltbereiten Neosalafismus weiterentwickeln und die „Wegweiser“-Beratungsstellen ausbauen ■ das Ehrenamt bei den freiwilligen Feuerwehren und in den anerkannten Hilfsorgani sationen stärken ■ den Schutz von Whistleblower*innen ZUWANDERUNG UND INTEGRATION Nach aktuellen Zahlen der UN sind weltweit mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht – so viele wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr.
#3431
Angesichts von Kriegen, Klimawandel und Armut ist die Beseitigung der Fluchtursachen eine immense Heraus forderung für die internationale Politik, die es bisher nicht geschafft hat, die Krisenherde dieser Welt nachhaltig zu entschärfen.
#3432
Eine gemeinsame europäische Verständigung über die Aufnahme und Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der EU muss das Ziel blei ben, ist aber derzeit weiterhin nicht in Sicht.


Fenster schließen und zurück

Anzeige: