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vom 19.03.2026 PDF
#3488
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Die Kommunen beim täglichen Umgang mit den Geflüchteten und Zugewanderten zu unterstützen, hat für das Land Nordrhein-Westfalen oberste Priorität.
#3489Das gilt für die Finanzierung von Unterbringung und Versorgung, aber ebenso für die Organisation des Miteinanders vor Ort.
#3490Doch auch für viele Bürger*innen der Europäischen Union wird NRW im Rahmen der Niederlassungsfreiheit neuer Wohnort und Lebensmittelpunkt.
#3491Sie treffen hier auf ungewohnte Verwaltungsstrukturen und Sprachbarrieren.
#3492Wir wollen auch diesen Menschen mit einem landesweiten System von „Integration Points“ bei der Arbeitsplatzsuche und der Orientierung in der neuen Heimat Unterstützung bieten.
#3493Querschnittsaufgabe Integration – Integration geht alle an Integration ist eine Querschnittsaufgabe.
#3494Wir wollen, dass Menschen mit Migrations hintergrund in allen Lebensbereichen echte Chancengleichheit erfahren und diskrimi nierungsfrei teilhaben können.
#3495Wir wollen Empowerment-Prozesse stärken.
#3496Deshalb müssen die Informationen zum politischen Prozess und zur Arbeit der Landesregierung generell barrierefrei zugänglich sein.
#3497Dazu gehört es, die Internetseiten der Ministerien und Behörden in weiteren Sprachen bereitzustellen.
#3498Dies gilt auch für andere Informa tionsangebote, etwa bezüglich der Gesundheitsversorgung und Kinderbetreuung.
#3499Viele Menschen, die von Rassismus und Diskriminierung betroffen sind, finden nur schwer Zugang zu Wohnraum und Dienstleistungen, Behörden und Bildungsangeboten.
#3500Diese Bereiche werden vom Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz nicht erfasst.
#3501Des halb brauchen wir ein Landesantidiskriminierungsgesetz, das die europäische Antiras sismusrichtlinie umsetzt und ein Verbandsklagerecht zulässt.
#3502Nach wie vor haben Migrant*innen ein erheblich höheres Risiko, arbeitslos zu sein oder zu einem Niedriglohn zu arbeiten.
#3503Die Möglichkeit, selbständig den eigenen Le bensunterhalt zu bestreiten, ist mitentscheidend für eine gelungene Integration.
#3504Wir fördern die Entwicklung innovativer Ansätze zur systematischen Feststellung und Aner kennung beruflicher Qualifikationen, auch wenn diese nicht im Rahmen einer formalen Ausbildung erworben wurden.
#3505So soll es Arbeitgeber*innen ermöglicht werden, Poten- ziale und Kompetenzen von Migrant*innen oder Menschen mit Migrationsgeschichte besser zu erkennen.
#3506Zugewanderte sollen außerdem über die steuerrechtlichen Konse quenzen von Religionszugehörigkeit aufgeklärt werden.
#3507Wir wollen den öffentlichen Dienst interkulturell stärker öffnen und dort die Vielfalt unserer Gesellschaft repräsentieren.
#3508Das bedeutet konkret, dass das Thema interkul turelle Öffnung ganzheitlich in die Personalentwicklung integriert wird und messbar mehr Menschen mit Migrationshintergrund den beruflichen Weg in die öffentliche Verwaltung finden.
#3509Migrant*innennetzwerke zur gegenseitigen Unterstützung und Mentoring-Modelle wollen wir ausbauen und unterstützen.
#3510Das gilt auch für die Ausbil dungsbefähigung von Selbständigen mit Migrationsgeschichte.
#3511Sprach und Integrationskurse sind für alle Neuzugewanderten der erste und wich tigste Schritt zur Integration.
#3512Auch Eltern, die gerade nach Deutschland gekommen sind, sollten schnell diese Kurse besuchen können.
#3513Wir wollen die kursbegleitende Kinder betreuung ausbauen und so Integrationshemmnisse abbauen.
#3514Die Qualifizierung zuge wanderter Männer und Frauen zu Sprach und Kulturmittlern ist ein wichtiger Baustein im Integrationsprozess.
#3515Aufgrund der hohen Zahl neu eingereister Geflüchteter in den letzten beiden Jah ren sind viele zivilgesellschaftlich getragene Initiativen entstanden, die für und mit Geflüchteten digitale Angebote, beispielsweise Websites, Wikis und Apps, entwickeln, die notwendige Informationen für die Ankommenden und deren Integration bieten.
#3516Wir wollen prüfen, inwieweit solche Initiativen Zugang zu bestehenden Fördermöglichkei ten erhalten können, um deren Betrieb finanziell abzusichern.
#3517Weitere Einschnitte beim interkulturellen Programm des Westdeutschen Rundfunks lehnen wir ab.
#3518Es ist vielmehr unser Ziel, erfolgreiche Formate der Vergangenheit wie derzubeleben.
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