Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

Dokument lesen

-

vom 19.03.2026 PDF
#3500
Diese Bereiche werden vom Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz nicht erfasst.
#3501
Des halb brauchen wir ein Landesantidiskriminierungsgesetz, das die europäische Antiras sismusrichtlinie umsetzt und ein Verbandsklagerecht zulässt.
#3502
Nach wie vor haben Migrant*innen ein erheblich höheres Risiko, arbeitslos zu sein oder zu einem Niedriglohn zu arbeiten.
#3503
Die Möglichkeit, selbständig den eigenen Le bensunterhalt zu bestreiten, ist mitentscheidend für eine gelungene Integration.
#3504
Wir fördern die Entwicklung innovativer Ansätze zur systematischen Feststellung und Aner kennung beruflicher Qualifikationen, auch wenn diese nicht im Rahmen einer formalen Ausbildung erworben wurden.
#3505
So soll es Arbeitgeber*innen ermöglicht werden, Poten- ziale und Kompetenzen von Migrant*innen oder Menschen mit Migrationsgeschichte besser zu erkennen.
#3506
Zugewanderte sollen außerdem über die steuerrechtlichen Konse quenzen von Religionszugehörigkeit aufgeklärt werden.
#3507
Wir wollen den öffentlichen Dienst interkulturell stärker öffnen und dort die Vielfalt unserer Gesellschaft repräsentieren.
#3508
Das bedeutet konkret, dass das Thema interkul turelle Öffnung ganzheitlich in die Personalentwicklung integriert wird und messbar mehr Menschen mit Migrationshintergrund den beruflichen Weg in die öffentliche Verwaltung finden.
#3509
Migrant*innennetzwerke zur gegenseitigen Unterstützung und Mentoring-Modelle wollen wir ausbauen und unterstützen.
#3510
Das gilt auch für die Ausbil dungsbefähigung von Selbständigen mit Migrationsgeschichte.
#3511
Sprach und Integrationskurse sind für alle Neuzugewanderten der erste und wich tigste Schritt zur Integration.
#3512
Auch Eltern, die gerade nach Deutschland gekommen sind, sollten schnell diese Kurse besuchen können.
#3513
Wir wollen die kursbegleitende Kinder betreuung ausbauen und so Integrationshemmnisse abbauen.
#3514
Die Qualifizierung zuge wanderter Männer und Frauen zu Sprach und Kulturmittlern ist ein wichtiger Baustein im Integrationsprozess.
#3515
Aufgrund der hohen Zahl neu eingereister Geflüchteter in den letzten beiden Jah ren sind viele zivilgesellschaftlich getragene Initiativen entstanden, die für und mit Geflüchteten digitale Angebote, beispielsweise Websites, Wikis und Apps, entwickeln, die notwendige Informationen für die Ankommenden und deren Integration bieten.
#3516
Wir wollen prüfen, inwieweit solche Initiativen Zugang zu bestehenden Fördermöglichkei ten erhalten können, um deren Betrieb finanziell abzusichern.
#3517
Weitere Einschnitte beim interkulturellen Programm des Westdeutschen Rundfunks lehnen wir ab.
#3518
Es ist vielmehr unser Ziel, erfolgreiche Formate der Vergangenheit wie derzubeleben.
#3519
Um Migration erlebbar und spürbar zu machen, planen wir, ein Migrati onsmuseum in NRW einzurichten.
#3520
Viele der Maßnahmen, die wir in den letzten Jahren begonnen haben, müssen vertieft und fortgeführt werden.
#3521
Wir wollen die Arbeit der Kommunalen Integrationszentren in tensivieren und die Kooperation mit den Migrant*innenorganisationen ausbauen.
#3522
Auch kommunale Integrationslotsen können einen wichtigen Beitrag zu einem gelingenden Miteinander leisten.
#3523
Wir fordern weiterhin ein kommunales Wahlrecht für Nicht-EU Bürger*innen.
#3524
Der Aufenthaltsstatus hat unmittelbare Folgen auf die Integration in die Gesellschaft.
#3525
Darum setzen wir uns auf Bundesebene insbesondere mit Blick auf bereits bestehende Mehrgenerationenduldungen für Verbesserungen beim Aufenthaltsrecht ein.
#3526
Will man die Zukunft gestalten, ist es auch notwendig, Verantwortung für die Vergan genheit zu übernehmen.
#3527
Deutschland trägt eine historische Verantwortung gegenüber den Minderheiten der Sinti und Roma, die erst 1982 als Opfer des Völkermords im Natio- nalsozialismus anerkannt wurden.
#3528
Etliche Bundesländer werden dieser Verantwortung bereits durch konkrete Abkommen mit den Vertretungen der Sinti und Roma gerecht.
#3529
Um unserer historischen Verantwortung gerecht zu werden, wollen auch wir mit dem Landesverband deutscher Sinti und Roma sprechen, um einen Staatsvertrag oder eine Rahmenvereinbarung zu erreichen, worin die Rechte dieser Minderheit festgehalten werden.
#3530
Zuwanderung und Integration – das wollen wir GRÜNE: ■ echte Lösungen für Flucht und Integration statt Symbolpolitik ■ ein Landesantidiskriminierungsgesetz schaffen und eine Landesantidiskriminierungsstelle nach Bundesvorbild einrichten ■ die Gesundheitskarte für alle Geflüchteten landesweit einführen ■ Zugang zu angemessenem Wohnraum schaffen JUSTIZ Die Erwartungen unserer Bürger*innen an die Justiz sind hoch: gerechte Urteile, schnel le und effiziente Verfahren, gleichzeitig aber auch ein aktivierender Strafvollzug, der auf Resozialisierung statt auf Wegsperren setzt.


Fenster schließen und zurück

Anzeige: