Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 19.03.2026 PDF
#3537
Zahlreiche Stellen wurden von uns entfristet, prekäre Beschäftigungsverhältnisse wie die Besoldungsgruppen A3 und A4 beseitigt, gute Fort und Weiterbildungsmöglichkeiten geschaffen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestärkt.
#3538
Zur Arbeitsentlastung und zur Verfahrensbeschleuni gung haben wir seit 2010 knapp 1.
#3539
neue Stellen geschaffen, davon ca.
#3540
bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften.
#3541
Für uns stehen die Opfer im Mittelpunkt unserer Arbeit.
#3542
Deshalb haben wir einen Op- ferschutzbericht eingeführt und den Täter-Opfer-Ausgleich gestärkt.
#3543
Außerdem haben wir Opfern sexueller Gewalt die Möglichkeit gegeben, anonym Spuren sichern zu lassen, wenn sie noch keine Anzeige erstatten wollen.
#3544
Zur Vermeidung von Gewalt und Misshandlungen in den Justizvollzugsanstalten haben wir ein Modernisierungsprogramm aufgelegt, legen einen Schwerpunkt auf ge meinnützige Arbeit statt Haft und haben spezielle Angebote wie Sozialtherapie für die unterschiedlichen inhaftierten Gruppen ausgebaut.
#3545
Als Ansprechpartner haben wir au ßerdem das Amt der bzw.
#3546
des Justizvollzugsbeauftragten institutionalisiert.
#3547
Modernisierung der Justiz Eine unabhängige und funktionsfähige Justiz ist ein Grundpfeiler unseres Rechtsstaats.
#3548
Die Justiz muss bürgernäher und transparenter werden.
#3549
Deshalb soll der Landtag einen Richterwahlausschuss bilden, um die Ernennung aller nordrhein-westfälischen Rich ter*innen zu demokratisieren.
#3550
Die Unabhängigkeit der Justiz möchten wir insgesamt stärken.
#3551
Gerichte und Staatsanwaltschaften brauchen personelle Unterstützung und organisatorische Souveränität, damit unser Rechtssystem auch in Zukunft gut funktio niert.
#3552
Vom Weisungsrecht der Exekutive gegenüber Staatsanwaltschaften wurde in den 70 Jahren der Geschichte Nordrhein-Westfalens noch nie Gebrauch gemacht.
#3553
Es muss weiterhin an enge Kriterien gebunden sein.
#3554
Wichtig ist es auch, den Zugang zum Richter und Staatsanwaltsamt in den Blick zu nehmen.
#3555
Dabei soll neben der fachlichen Qualifikation stärker Wert auf persönliche Kompetenzen gelegt werden.
#3556
Spätestens in der Fortbildung sollen auch Themenfel der wie Psychologie, Forensik, Jugendhilfe und Opferschutz für Strafrichter*innen und Staatsanwält*innen angeboten werden.
#3557
Wir wollen das Verbot des Tragens von religiös begründeten Kopftüchern für Richterinnen und Staatsanwältinnen in den öffentlichen Verhandlungen überprüfen und die interkulturelle Abbildung der Gesellschaft in der Justiz stärken.
#3558
Wir möchten sowohl die richterliche als auch die nicht richterliche Mediation stärken und ihre Angebote weiter ausbauen.
#3559
Wo immer Streitigkeiten unter Bürger*innen oder zwischen Bürger*innen und der Verwaltung bestehen, muss es die Möglichkeit vermit telnder Gespräche ohne ein gerichtliches Verfahren geben.
#3560
Auf diese Weise werden die Gerichte entlastet und dem Staat werden Kosten erspart.
#3561
Außerdem führt die Mediation zu einer deutlich größeren Zufriedenheit der Beteiligten.
#3562
Wir haben das Richter*innenamt durch die Dienstrechtsreform attraktiver und fami lienfreundlicher gestaltet, indem wir unter anderem die unterhälftige Teilzeit ermögli chen.
#3563
Wir wollen zudem stärker in der Öffentlichkeit für die Tätigkeit von Schöff*innen und Laienrichter*innen als wichtiger Beteiligungsinstanz der Bürger*innen an der Judi katur werben.
#3564
Die Justiz als faire Arbeitgeberin Die Justiz ist auf motivierte und zuverlässige Mitarbeiter*innen angewiesen.
#3565
Dafür ist es zum einen erforderlich, die teilweise seit Jahren bestehende erhebliche Arbeitsüber lastung weiter abzubauen.
#3566
Davon sind nahezu alle Gruppen in der Justiz betroffen.
#3567
Die erhobenen Belastungszahlen machen deutlich: Wir brauchen mehr Richter*innen, mehr Staatsanwält*innen, mehr Rechtspfleger*innen, mehr Amtsanwält*innen, mehr Gerichts vollzieher*innen, mehr Servicekräfte, mehr Wachtmeister*innen, mehr Justizvollzugsbe dienstete.


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