Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

Dokument lesen

-

vom 16.03.2026 PDF
#341
Wir wollen zum einen langlebige und reparierbare Produkte aus umweltverträglichen Materialien, zum anderen Produkte, die biologisch abbaubar oder gut recycelbar sind.
#342
Das heißt, wir wollen einen produkt und produktionsintegrierten Umweltschutz sowie die Förderung umweltfreundlicher und innovativer Technologien, zum Beispiel auf Basis nachwachsender Rohstoffe.
#343
In diesem Sinne setzen wir uns auf Bundesebene dafür ein, dass die Produktverant wortung der Hersteller über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts verpflichtend ausgebaut wird, insbesondere durch eine Verlängerung gesetzlich vorgeschriebener Ga rantiezeiten.
#344
Wir wollen eine stetige Verringerung des Abfallaufkommens erreichen.
#345
Abfallver meidungsprogramme wollen wir weiter ausbauen und stärken.
#346
Initiativen zur Wieder verwertung, zum Beispiel Repair-Cafés und andere, wollen wir aktiv unterstützen und fördern.
#347
Um die sortenreine Erfassung recyclingfähiger Wertstoffe zu erreichen, ist eine konsequente Getrennt-Haltung von Abfällen an der Entstehungsquelle sicherzustellen.
#348
Dies gilt gleichermaßen für die Abfälle aus privaten Haushalten wie für die aus Gewer bebetrieben.
#349
Die Sammlung und Verwertung von Siedlungsabfällen ist ein wesentlicher Bestandteil der Daseinsvorsorge und gehört in die kommunale Verantwortung.
#350
Die Kommunen waren es in der Vergangenheit, die die getrennte Erfassung von Papier, Glas, Bio und Grünmaterial, Elektrogeräten, schadstoffhaltigen Abfällen und von vielem mehr überhaupt erst eingeführt haben.
#351
Ohne ein langfristiges und zuver lässiges System zur Erfassung und Verwertung von Abfällen erreicht man dauerhaft keine hohen Recyclingquoten.
#352
Hier können die Kommunen die politische Steuerungs fähigkeit und Kontrolle gewährleisten.
#353
Sie müssen entscheiden können, ob sie in Ei genregie oder mit Dritten die Wertstoffsammlung betreiben wollen.
#354
Sie können viel zielgenauer entscheiden, in welchen Siedlungsgebieten mit welchen Sammelsyste men eine Getrennt-Sammlung von Wertstoffen für die Umsetzung von hohen Recy clingquoten möglich ist (Wertstofftonne, Gelber Sack oder Bringhöfe).
#355
Wir wollen uns dafür einsetzen, dass es bei einem an die Stelle der Verpackungsver- ordnung tretenden Wertstoffgesetz zukünftig keine Systembetreiber mehr gibt, sondern 24 25 eine zentrale Stelle, die keine Lizenzgebühren erhebt, sondern an Produkten, Wert stoffen (Schadstoffgehalt, Reparaturfähigkeit und Langlebigkeit), den Recyclingquoten und Erfassungskosten orientierte Abgaben.
#356
Sie wacht über die Recyclingquoten für die einzelnen Wertstoffe und bezieht alle Materialien gleicher Art ein.
#357
Was für ein neues Wertstoffgesetz gilt, muss auch bei einer Novellierung der Gewerbeabfallverordnung beachtet werden.
#358
Auf Landesebene wollen wir das Landesabfallgesetz mit Blick auf die Ressourcenschonung novellieren.
#359
Lärm und Abfall – das wollen wir GRÜNE: ■ Lärmschutz im Bereich von Straßen und Schienenwegen stärken ■ Lärmemissionen reduzieren ■ Wertstoffgesetz statt Verpackungsverordnung ■ das Landesabfallgesetz zur Stärkung der Ressourcennutzung novellieren Umweltschutz braucht Umweltschützer*innen Wir haben die Umweltgesetze in den letzten Jahren deutlich verbessert.
#360
Damit sie auch befolgt werden, brauchen wir eine effiziente und durchsetzungsstarke Umweltverwal tung.
#361
Während unter der CDU/FDP-Regierung zwischen 2005 und 2010 die staatlichen Umweltämter zerschlagen wurden und massiv Überwachungspersonal abgebaut wurde, haben wir seit 2010 über 350 Stellen allein im technischen Umweltschutz zusätzlich geschaffen.
#362
Diese Entwicklung wollen wir in der nächsten Legislaturperiode fortsetzen und ausreichend Personal für eine angemessene Überwachung bereitstellen.
#363
Dabei ist zu überprüfen, ob sich die von CDU und FDP vorgenommene weitgehende Kommunali sierung bewährt hat.
#364
Das Umweltministerium als oberste Aufsichtsbehörde wird darauf achten, dass alle Kreise und kreisfreien Städte die Gesetze in gleicher Weise vollziehen und überwachen.
#365
Umweltschutz darf nicht davon abhängig sein, welche Partei die Rats oder Kreistagsmehrheit stellt.
#366
Vermeintliche Einsparungen in den Behörden produzieren unübersehbare Kosten in der Zukunft.
#367
Skandale wie mit Perfluorierten Tensiden (PFT), dem Abwasserpilz im Müns terland oder auch mit PCB in Dortmund haben gezeigt, was passieren kann.
#368
Genauso wie in Bus und Bahn die Fahrkarten kontrolliert werden, müssen unsere Unternehmen überwacht werden, damit wenige „schwarze Schafe“ nicht den vielen umweltorientiert arbeitenden Betrieben die Existenzgrundlage rauben.
#369
Der „VW-Abgasskandal“, der längst ein Automobilskandal geworden ist, hat gezeigt, wie mangelnde staatliche Aufsicht zum Schaden der Kund*innen und der Umwelt ausgenutzt wird.
#370
Auch in der Landwirtschaft werden wir nach dem Prinzip „fördern und fordern“ darauf achten, dass die gesetzlichen Standards eingehalten werden – durch fachgerechte Be- ratung und adäquate Überwachung.
#371
Wir setzen weiterhin auf die „Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW“ als einer bewährten und anerkannten Förderinstitution für Projekte zu Umweltbildung, Ressourcenschonung, Klima und Umweltschutz, zur entwicklungs politischen Bildung, globalem Lernen, interkulturellem Austausch und fairem Handel kleiner und großer Initiativen, Verbände und Nichtregierungsorganisationen.


Fenster schließen und zurück

Anzeige: