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vom 21.03.2026 PDF
#3586
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Damit die Resozialisierung gelingen kann, braucht es im Strafvollzug vielfältige Angebote für die Inhaftierten.
#3587In der Arbeitstherapie gibt es bereits unterschiedliche künstlerische Angebote, allerdings findet nur in sehr wenigen Justizvollzugsanstalten Kunsttherapie statt.
#3588Die Kunsttherapie kann Inhaftierte in besonderem Maße therapeutisch begleiten, deshalb möchten wir deutlich mehr Kunsttherapie in NRW anbieten.
#3589Diese kann in ei nem Kreativzentrum gebündelt werden und sollte für alle Standorte flächendeckend wirken.
#3590Aktuell entscheiden die jeweiligen Richter*innen, an welche gemeinnützige Organi sation die Verurteilten ihre Geldstrafe zu zahlen haben.
#3591Ein inhaltlicher Zusammenhang mit dem Sachverhalt der Straftat besteht nicht immer.
#3592Wir wollen für die Verteilung der Gelder transparente Kriterien entwickeln.
#3593Wir setzen uns für die weitestgehende Abschaffung von Ersatzfreiheitsstrafen zur Vollstreckung nicht geleisteter Geldstrafen ein.
#3594Sie sind teilweise ungerecht für die Be troffenen und für den Staat unverhältnismäßig teuer, da ein Haftplatz 130 Euro am Tag kostet.
#3595Viel sinnvoller wäre es, den Verurteilten stattdessen die Möglichkeit zu gemein nütziger Arbeit zu geben.
#3596Programme wie „Schwitzen statt Sitzen“ müssen konsequent weiterentwickelt und ausgebaut werden.
#3597Wichtig ist es auch, die Augen nicht vor der Wirklichkeit im Strafvollzug zu verschlie ßen.
#3598Der Konsum verbotener Substanzen während der Haft lässt sich nicht gänzlich unterbinden.
#3599Für Menschen mit Suchterkrankungen, die in Freiheit leben, setzen wir uns beispielsweise seit Jahren erfolgreich (etwa gemeinsam mit der Deutschen AIDS-hilfe) für Spritzen und Kondomautomaten ein, um das Risiko von Infektionen zu vermeiden.
#3600Gleiches muss auch für die Gefangenen im Justizvollzug möglich ein.
#3601Es muss sichergestellt werden, dass Hassprediger*innen jeder Art künftig keinen Zu tritt zu Gefängnissen haben.
#3602Justiz – das wollen wir GRÜNE: ■ einen behandelnden Strafvollzug ■ die Justiz als faire Arbeitgeberin ■ eine Entlastung der Justiz VERBRAUCHERSCHUTZ Die globalisierte Welt, die zunehmende Macht von Großkonzernen und die Anonymität des Internets sind nur drei der zahlreichen in den letzten Jahren entstandenen Gründe, durch die sich Verbraucher*innen zunehmend überfordert und alleingelassen fühlen – trotz der vielen Chancen, die die Digitalisierung allen Menschen bietet und die von diesen gerne und intensiv genutzt werden.
#3603Deshalb sind ein starker, staatlich unterstützter Verbraucherschutz und eindeutige gesetzliche Regelungen wichtige Bausteine zum Schutz der Menschen vor gesundheit lichen Gefährdungen und wirtschaftlichen Nachteilen.
#3604Viel erreicht – GRÜNE Erfolge seit 2010 In den vergangenen sechs Jahren hat Nordrhein-Westfalen dabei eine Vorreiterrolle eingenommen und zahlreiche konkrete Fortschritte erzielt: die Verminderung des Einsatzes von Antibiotika und anderer Medikamente in der Tiermast, erfolgreiche In itiativen im Bundesrat für mehr Tierschutz und bessere Haltungssysteme für unsere Nutztiere, Maßnahmen gegen das Wegwerfen und die Verschwendung von Lebens mitteln, größere Transparenz sowie mehr Personal bei der Lebensmittelkontrolle.
#3605Mit der Aufstockung der finanziellen Zuschüsse von 10 Millionen auf 15 Millionen Euro und dem Abschluss einer Vereinbarung über die weitere Zusammenarbeit haben wir die Tätigkeit der Verbraucherzentrale NRW gestärkt, die Zahl der Beratungsstellen ausgebaut und ihnen für die nächsten Jahre Planungssicherheit verschafft.
#3606Ein bes serer Schutz der eigenen Daten und beim Handel im Internet, mehr Transparenz und klare Grenzen bei unübersichtlichen und ständig variierenden Preisen, Maßnahmen gegen täuschende Vergleichsportale und gegen nur vermeintlich objektive Siegel und Zertifikate sind nur ein kleiner Ausschnitt aus der breiten Palette an Herausfor derungen, die wir mit dem Schwerpunkt „Digitaler Verbraucherschutz“ angegangen sind.
#3607Diese Politik wollen wir fortführen: Verbraucher*innen müssen auf dem digitalen Markt mindestens den gleichen Schutz und die gleiche Transparenz wie bei herkömm lichen, „analogen“ Geschäften bekommen.
#3608Entwicklungen und Praktiken wie „Geoblo cking“, eine undurchsichtige individuelle Preisgestaltung oder etwa Versicherungstarife im Gesundheitsbereich, die die Höhe der Beiträge vom eigenen Verhalten oder bestimm ten Eigenschaften abhängig machen und massiv in unsere Lebensführung eingreifen (sogenannte Telematiktarife), wollen wir durch klare rechtliche Regelungen begrenzen und verbraucher*innenfreundlich ausgestalten.
#3609Mit der Überprüfung der Kommunen bezüglich der Einhaltung der Kontrollfre quenzen im Bereich der Lebensmittelhygiene, der Einführung von Gebühren für Re- gelkontrollen zur Finanzierung des Überwachungspersonals, der Veränderung von Zuständigkeiten bei der Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln sowie der Überprüfung tierärztlicher Hausapotheken haben wir Konsequenzen aus den Lebensmittelskandalen der Vergangenheit gezogen und wesentliche Schritte zur Verbesserung des Vollzuges des gesundheitlichen Verbraucherschutzes umgesetzt.
#3610Durch eine weitere Erhöhung des Kontrollpersonals und die Überprüfung der Zuständigkeiten wollen wir diesen Weg in den kommenden Jahren konsequent fortsetzen.
#3611Der Schutz der Verbraucher*innen vor Gefahren und die Ermöglichung eigenverant wortlicher Kauf und Konsumentscheidungen werden auch in der kommenden Legisla turperiode die Hauptziele unserer Verbraucherschutzpolitik sein.
#3612Gesundheitlicher Verbraucherschutz – Gesundheit schützen Im Bereich des gesundheitlichen Verbraucherschutzes wollen wir den Einsatz von Anti biotika durch die Novellierung des Arzneimittelgesetzes des Bundes weiter senken, zur Vermeidung von Resistenzen den Einsatz der für uns Menschen besonders wichtigen Reserveantibiotika in der Veterinärmedizin weitgehend verbieten und endlich ein abso lutes Minderungsziel einführen.
#3613Die aktuelle Diskussion um den Wirkstoff Glyphosat, der im Verdacht steht, Krebs zu erzeugen, und inzwischen in vielen Lebensmitteln und im Körper von Kindern und Erwachsenen nachgewiesen wurde, macht deutlich: Der Einsatz von Pestiziden und an deren toxischen Substanzen muss weiter begrenzt werden.
#3614Giftstoffe haben nicht nur in Lebensmitteln nichts zu suchen, sondern müssen auch aus anderen Produkten wie Spielzeugen, Kosmetika, Kleidung und sonstigen Bedarfsgegenständen weitestmöglich ferngehalten werden.
#3615Dazu bedarf es klarer gesetzlicher Verbote und Begrenzungen sowie einer verbesserten Kontrolle durch die zuständigen Behörden.
#3616Auch und gerade bei individuellen Gesundheitsleistungen, den sogenannten IGeL, zeigt sich, dass durch einen starken und aktiven Schutz der Verbraucher*innen das Un gleichgewicht zwischen Ärzt*in und Patient*in ausgeglichen werden muss.
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