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vom 21.03.2026 PDF
#3617
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Viele IGeL haben keinen nachgewiesenen Nutzen und dienen den Ärzt*innen oft als zusätzliche Einnahmequelle.
#3618Hierzu bedarf es einer grundsätzlichen Verfahrensänderung, wie IGeL in der Praxis angeboten werden dürfen.
#3619Die unabhängige Beratung über die Notwen digkeit und Wirksamkeit von IGeL wollen wir weiter verbessern und die Transparenz im Medizinmarkt stärken.
#3620Transparenz Eine klare, eindeutige und verständliche Kennzeichnung von Lebensmitteln, Kleidung und sonstigen Gegenständen des täglichen Bedarfs muss endlich Realität werden.
#3621Dies gilt für die Inhaltsstoffe und die Bedingungen, unter denen Waren produziert werden: Verbraucher*innen wollen wissen und sollen zukünftig erfahren, unter welchen Umwelt-, Sozial und Tierschutzstandards die Waren erzeugt und wo genau sie produziert wurden.
#3622Wir werden uns daher auf Bundesebene unter anderem für eine Fleischkennzeichnung nach Herkunft und Haltung des Tieres einsetzen.
#3623Durch die Veröffentlichung der Ergebnisse der Lebensmittelkontrollen durch ein „Kontrollbarometer“ sowie eine Erweiterung des Verbraucherinformationsgesetzes ins besondere auch auf Informationsansprüche gegenüber Unternehmen wollen wir die Verbrauchertransparenz weiter erhöhen.
#3624Gesetzliche Mindestanforderungen an Ver gleichsportale, Siegel und Zertifikate sollen Verbraucher*innen vor Täuschung schützen und zu fairen Wettbewerbsbedingungen für die Unternehmen beitragen.
#3625Unsere Programme für eine bessere Ernährung und Ernährungsbildung, etwa das „Schulobstprogramm“, das „100-Kantinen-Programm“ oder die „Vernetzungsstellen Kin dergarten und Schulverpflegung“ wollen wir fortsetzen und weiter ausbauen.
#3626Darüber hinaus wollen wir uns für ein gesundes und ausgewogenes Ernährungsangebot in Se nioreneinrichtungen einsetzen.
#3627Weiterhin machen wir uns stark dafür, dass keine Le bensmittel verschwendet werden, indem wir sowohl die Verbraucher*innen als auch die Lebensmittelindustrie für diese Problematik sensibilisieren.
#3628Verbraucherinformation und Verbraucherbildung In unserer modernen Gesellschaft ist der Wirtschaftszweig Ernährung für die Verbrau cher*innen unübersichtlich und fast undurchschaubar geworden.
#3629Direkte Absatzbezie hungen zwischen der Landwirtschaft auf der einen und den Verbraucher*innen auf der anderen Seite sind selten.
#3630So verlieren die Verbraucher*innen zunehmend das Wissen über landwirtschaftliche Produktionsprozesse und über gesunde Ernährung.
#3631Der Mensch entfernt sich immer mehr von seiner unmittelbaren Lebensgrundlage.
#3632Für eine bewusste Kaufentscheidung zugunsten der nachhaltigen Landwirtschaft brauchen Verbraucher*in nen deshalb Wissen und Transparenz hinsichtlich Herkunft und Herstellungsweise der Produkte.
#3633Um das Wissen über die Nahrungsmittelerzeugung zu verbessern, setzen wir GRÜNE zwei Schwerpunkte: Ernährungsbildung und Lebensmittelkennzeichnung.
#3634Wirtschaftlicher Verbraucherschutz – Macht für Verbraucher*innen Im Bereich des wirtschaftlichen Verbraucherschutzes setzen wir uns für eine Stärkung der Rechte der Verbraucherorganisationen und für die Erweiterung ihrer Klagerechte ein.
#3635Durch Verbraucherschutz und Sammelklagen müssen seriöse Verbraucherschutz verbände das Recht erhalten, stellvertretend für die Verbraucher*innen Rechte geltend zu machen und durchzusetzen.
#3636Dies gilt auch für materielle Ansprüche, zum Beispiel Ge währleistungs und Schadenersatzansprüche wie im Zusammenhang mit der Täuschung und Manipulation durch Automobilhersteller.
#3637Hier sind deutsche Verbraucher*innen zurzeit deutlich schlechtergestellt als etwa US-amerikanische.
#3638Das wollen wir ändern.
#3639Darüber hinaus möchten wir den Schutz der Verbraucher*innen beim Abschluss von Versicherungen, Verträgen und Krediten ausbauen, damit sie nicht in die Null-Pro zent-Finanzierungsfalle geraten, was oft zu hohen Kosten und somit zur Überschuldung führt.
#3640Aus diesem Grund ist es auch wichtig, die Mittel für die Schuldnerberatung zu ver stetigen und anzupassen.
#3641Denn nur so kann den Verbraucher*innen schließlich wieder ein Weg aus der Überschuldung gewiesen werden.
#3642Gerechtigkeit durch Verbraucherschutz Für viele Verbraucher*innen ist die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und am Kon sum jeglicher Art keine Selbstverständlichkeit.
#3643Sei es aufgrund mangelnder finanzieller Mittel oder formaler Bildung, sei es aufgrund von Alter oder Herkunft: Diese verletzli chen Verbraucher*innen sind regelmäßig Opfer vielfältiger Abzocke – ob bei Handy verträgen, Versicherungen oder Konsumentenkrediten.
#3644Vor allem sind sie auch häufig von Stromsperren betroffen und erhalten dann keine Energielieferung für die täglichen Grundbedürfnisse.
#3645Den Prepaid-Ansatz, den es regional und in anderen europäischen Staaten bereits gibt, wollen wir als Instrument zur Vermeidung von Energiearmut etablieren.
#3646Flächendeckend sollen Prepaid-Stromzähler dort eingebaut werden, wo es zu Stromsperren gekommen ist.
#3647Bei den Stromanbietern können dann Prepaid-Karten mit einer bestimmten Kilo wattmenge erstanden werden.
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