Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 21.03.2026 PDF
#3668
Diskriminierende Frauenbilder haben keinen Platz in NRW.
#3669
Ein wich tiges Feld der Frauenpolitik ist leider nach wie vor der Schutz vor Misshandlung, Aus- beutung und Gewalt: Wir haben einen Landesaktionsplan zum Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen erstellt und die vierte Frauenhausstelle wieder eingeführt.
#3670
Dar über hinaus haben wir mehr Mittel für die Arbeit mit traumatisierten Kindern und die konzeptionelle Arbeit im Frauenhausbereich bereitgestellt.
#3671
Auch bei Frauenhäusern mit überdurchschnittlicher Platzzahl haben wir für eine finanzielle und personelle Entlas tung gesorgt.
#3672
Der Landeszuschuss für die Arbeit der Fachberatungsstellen gegen sexua lisierte Gewalt an Frauen wurde von 0,5 Stellen auf jeweils 1,5 Stellen aufgestockt und Mittel für eine zweite Mädchenzuflucht bereitgestellt.
#3673
Wir gewährleisten außerdem für Opfer sexueller Gewalt eine anonyme Spurensiche rung, um Täter auch später noch zur Rechenschaft ziehen zu können.
#3674
Denn häufig sind Frauen direkt nach der Tat traumatisiert und nicht in der Lage, den Täter anzuzeigen.
#3675
Jetzt können die betroffenen Frauen Spuren sichern lassen und später eine Entschei dung über die Erstattung einer Anzeige treffen.
#3676
Um die vertrauliche Spurensicherung langfristig sicherzustellen, wollen wir eine entsprechende Fachstelle einrichten, die Krankenhäuser und niedergelassenen Ärzt*innen in dieser Frage berät und begleitet.
#3677
Darüber hinaus unterstützen wir insbesondere traumatisierte geflüchtete Frau en und Mädchen durch die Förderung niedrigschwelliger Beratungsangebote sowie durch die Schulung von haupt und ehrenamtlich Tätigen in der Flüchtlingshilfe.
#3678
Hinzu kommen Psychotherapien durch Traumaambulanzen und spezielle Unterkünfte für ge flüchtete Mädchen.
#3679
Diese begonnenen Maßnahmen und Projekte wollen wir fortführen.
#3680
Außerdem möchten wir, dass NRW seinen Beitrag zum Fonds „Sexueller Missbrauch“ leistet.
#3681
Arbeitswelt – Gleiche Chancen für Frauen und Männer Frauen werden im Durchschnitt bei gleicher und gleichwertiger Arbeit schlechter be zahlt und entscheiden sich häufig für Berufe, die als typische Frauenberufe gelten und die selten eine leistungsgerechte Vergütung und Aufstiegschancen auf dem Arbeits markt bieten.
#3682
Hinzu kommt, dass Frauen immer noch eher als Männer Erwerbsunterbre chungen und Teilzeitarbeit – häufig aufgrund von Sorgearbeit sowie Erziehungs und Pflegeauszeiten – in Kauf nehmen.
#3683
Karrierechancen verbessern, mehr Frauen in Führungspositionen bringen und Alt ersdiskriminierung abbauen, das bleiben unsere übergeordneten Ziele in diesem Be reich.
#3684
Deshalb wollen wir die Kompetenzzentren Frau und Beruf fortführen und die geschlechterdifferenzierte Arbeitsmarktpolitik des Landes ausbauen.
#3685
Wir setzen uns auf Bundesebene für ein konsequentes Entgeltgleichheitsgesetz ein, das die Arbeitsrealität von Frauen auch wirklich abbildet und allen erwerbstätigen Frauen zugute kommt.
#3686
Als Land kommt uns eine Vorbildfunktion beim Thema „Equal Pay“ zu.
#3687
Deshalb wollen wir die Verwaltungen des Landes und die Kommunen bei der Umsetzung tatsächlicher Ent- geltgleichheit unterstützen.
#3688
Wir möchten beim Ausbau von Prostituiertenberatungsstellen Hilfe vermitteln und Selbsthilfeorganisationen unterstützen.
#3689
Gewaltschutz – Gewaltschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe Frauen und Mädchen haben ein Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung.
#3690
Trotzdem wird immer noch vielfach Gewalt gegen sie ausgeübt.
#3691
Viele Opfer zeigen sol che Taten aus Angst oder Scham nicht an und befürchten, nicht ernst genommen zu wer den.
#3692
Wir wollen Frauen und Mädchen deshalb ermutigen, jede Form von Gewalt gegen sie und ihre sexuelle Selbstbestimmung zur Anzeige zu bringen.
#3693
Eine Dunkelfeldstudie für NRW soll dazu beitragen, Gründe für das niedrige Anzeigeverhalten zu beleuchten und Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie der Gewalt gegen Frauen und Mädchen konsequenter entgegengetreten werden kann.
#3694
Die Hilfe für Opfer von Gewalt muss selbstverständlich und kostenlos sein.
#3695
Wir set zen uns deshalb weiterhin für die verlässliche und bedarfsgerechte Finanzierung von Frauenhäusern und Beratungsstellen ein.
#3696
Die Frauenhausfinanzierung muss gesichert und auch die Personalkosten gedeckt werden.
#3697
Hier ist auch der Bund gefordert, für eine bundeseinheitliche Finanzierung der Frauenhäuser zu sorgen, die jeder Frau und ihren Kindern eine kostenlose Zuflucht und damit Schutz vor Gewalt bieten.
#3698
Zudem fordern wir eine umfassende strafrechtliche Ahndung von Gewalt gegen Frauen.


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