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vom 22.03.2026 PDF
#3717
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Mäd chenhäuser bieten Mädchen und jungen Frauen eine Zuflucht vor Gewalt.
#3718Diese Projekte wollen wir weiter fördern.
#3719Das zentrale landespolitische Instrument der Jugendförderung in NRW ist der Kinder und Jugendförderplan.
#3720Wir fördern eine eigenständige und einmischende Jugendpolitik, die die Interessen von Mädchen und Jungen gleichermaßen im Blick hat.
#3721Deshalb wol len wir das Instrument des Gender Budgetings modellhaft in diesem Bereich einsetzen.
#3722Das soll auch dafür sorgen, dass der Ansatz des Gender Budgetings insgesamt weiter entwickelt wird.
#3723JUNGEN UND MÄNNERPOLITIK Frauen und Männer, Mädchen und Jungen müssen ihre Potenziale unabhängig von ih rer Herkunft und auch unabhängig von ihrem Geschlecht entfalten können.
#3724Doch Ent wicklungsmöglichkeiten werden viel zu oft bereits in der Kindheit und frühen Jugend eingeschränkt.
#3725Traditionelle Geschlechterrollen verhindern im Lebensverlauf oft eine Erwerbstätigkeit von Müttern und nehmen den Vätern die Chance, Familienverantwor tung wahrzunehmen.
#3726Oft fehlen positive Rollenbilder einer anderen, modernen Männ lichkeit, die Jungen Orientierung bieten könnten.
#3727Traditionelle Männlichkeitsbilder setzen Jungen unter Druck, reproduzieren klassische Rollenverteilungen und verführen Männer zu einem riskanteren Lebensstil.
#3728Viel erreicht – GRÜNE Erfolge seit 2010 Es ist die Aufgabe der Politik, stereotype Rollenzuweisungen und sich wandelnde Rol lenbilder in den Blick zu nehmen.
#3729Jungen und Männerpolitik steht dabei nicht in Kon kurrenz zur Förderung von Frauen oder zur Mädchenpolitik.
#3730Vielmehr ist Jungenarbeit eine geschlechtersensible Perspektive auf die Gesellschaft.
#3731Aus diesem Grund haben wir den „Boy’s Day“ institutionalisiert und ausgebaut und die Mittel für die geschlechtersen sible Jugendarbeit im Kinder und Jugendförderplan aufgestockt.
#3732Diesen Weg werden wir weitergehen.
#3733Bildung – Neue Wege für Jungen in der Bildung Auch die Erziehung und Bildung in Kindertagesstätten und in Schulen kann ge schlechtergeprägte Rollenmuster verfestigen.
#3734Solche Muster verhindern im späteren Leben eine gezielte Weiterentwicklung der Jugendlichen.
#3735Jungen brechen die Schule öfter ab, erreichen schlechtere Leistungen und Abschlüsse, sind häufiger schulmüde als Mädchen.
#3736Deshalb braucht es eine emanzipatorische Erziehung und eine individu elle Förderung, die die Stärken von Jungen und Mädchen gleichermaßen wertschätzt und fördert.
#3737Daher wollen wir, dass Lehrer*innen und Erzieher*innen bereits in der Ausbildung für Genderfragen sensibilisiert werden.
#3738Schulische Lernmittel sind auf Ausgewogen heit und Rollenmuster bei der Darstellung von Frauen und Männern zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern.
#3739Um neue Vorbilder zu schaffen, wollen wir mehr ge schlechtersensible Männer in Erziehungs und Bildungsberufen: mehr Erzieher, mehr Grundschullehrer, mehr Sozialpädagogen.
#3740Wir wollen, dass Jungen selbstbewusst ihren Interessen nachgehen können und nicht in tradierte Schemata gedrängt werden.
#3741Des wegen fordern wir über die „Boy’s Days“ hinaus ein geschlechtersensibles Bildungs und Berufsberatungsangebot, das die Berufswahl unabhängig von Geschlechterklischees und Rollenerwartungen fördert.
#3742Institutionelle Förderung – Jungenpolitik fest verankern Um Jungenarbeit fest in der nordrhein-westfälischen Politik zu verankern, stärken wir die institutionelle Förderung und begleiten Vernetzungsprozesse, beispielsweise über die LAG Jungenarbeit und die Fachstelle Jungenarbeit.
#3743Zu diesen Prozessen gehört auch eine Qualifizierung der Mitarbeiter*innen der Jugendämter und Gleichstellungsstellen in den Kommunen.
#3744Den Kinder und Jugendförderplan wollen wir im Dialog mit den Trägern und den Fachstellen geschlechterbezogen weiterentwickeln.
#3745Dazu werden wir den Bereich „Mädchen und Jungenarbeit/Gender Mainstreaming“ aufstocken.
#3746Doch wir wollen auch eine strukturelle und personelle Verankerung von Jungenarbeit über den Bereich der Kinder und Jugendhilfe hinaus.
#3747In diesem Sinne werden wir unter anderem bei den Landesprogrammen zur Bekämpfung von Kinderarmut die geschlechterbezogene Pers pektive verstärken.
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