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vom 22.03.2026 PDF
#3724
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Doch Ent wicklungsmöglichkeiten werden viel zu oft bereits in der Kindheit und frühen Jugend eingeschränkt.
#3725Traditionelle Geschlechterrollen verhindern im Lebensverlauf oft eine Erwerbstätigkeit von Müttern und nehmen den Vätern die Chance, Familienverantwor tung wahrzunehmen.
#3726Oft fehlen positive Rollenbilder einer anderen, modernen Männ lichkeit, die Jungen Orientierung bieten könnten.
#3727Traditionelle Männlichkeitsbilder setzen Jungen unter Druck, reproduzieren klassische Rollenverteilungen und verführen Männer zu einem riskanteren Lebensstil.
#3728Viel erreicht – GRÜNE Erfolge seit 2010 Es ist die Aufgabe der Politik, stereotype Rollenzuweisungen und sich wandelnde Rol lenbilder in den Blick zu nehmen.
#3729Jungen und Männerpolitik steht dabei nicht in Kon kurrenz zur Förderung von Frauen oder zur Mädchenpolitik.
#3730Vielmehr ist Jungenarbeit eine geschlechtersensible Perspektive auf die Gesellschaft.
#3731Aus diesem Grund haben wir den „Boy’s Day“ institutionalisiert und ausgebaut und die Mittel für die geschlechtersen sible Jugendarbeit im Kinder und Jugendförderplan aufgestockt.
#3732Diesen Weg werden wir weitergehen.
#3733Bildung – Neue Wege für Jungen in der Bildung Auch die Erziehung und Bildung in Kindertagesstätten und in Schulen kann ge schlechtergeprägte Rollenmuster verfestigen.
#3734Solche Muster verhindern im späteren Leben eine gezielte Weiterentwicklung der Jugendlichen.
#3735Jungen brechen die Schule öfter ab, erreichen schlechtere Leistungen und Abschlüsse, sind häufiger schulmüde als Mädchen.
#3736Deshalb braucht es eine emanzipatorische Erziehung und eine individu elle Förderung, die die Stärken von Jungen und Mädchen gleichermaßen wertschätzt und fördert.
#3737Daher wollen wir, dass Lehrer*innen und Erzieher*innen bereits in der Ausbildung für Genderfragen sensibilisiert werden.
#3738Schulische Lernmittel sind auf Ausgewogen heit und Rollenmuster bei der Darstellung von Frauen und Männern zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern.
#3739Um neue Vorbilder zu schaffen, wollen wir mehr ge schlechtersensible Männer in Erziehungs und Bildungsberufen: mehr Erzieher, mehr Grundschullehrer, mehr Sozialpädagogen.
#3740Wir wollen, dass Jungen selbstbewusst ihren Interessen nachgehen können und nicht in tradierte Schemata gedrängt werden.
#3741Des wegen fordern wir über die „Boy’s Days“ hinaus ein geschlechtersensibles Bildungs und Berufsberatungsangebot, das die Berufswahl unabhängig von Geschlechterklischees und Rollenerwartungen fördert.
#3742Institutionelle Förderung – Jungenpolitik fest verankern Um Jungenarbeit fest in der nordrhein-westfälischen Politik zu verankern, stärken wir die institutionelle Förderung und begleiten Vernetzungsprozesse, beispielsweise über die LAG Jungenarbeit und die Fachstelle Jungenarbeit.
#3743Zu diesen Prozessen gehört auch eine Qualifizierung der Mitarbeiter*innen der Jugendämter und Gleichstellungsstellen in den Kommunen.
#3744Den Kinder und Jugendförderplan wollen wir im Dialog mit den Trägern und den Fachstellen geschlechterbezogen weiterentwickeln.
#3745Dazu werden wir den Bereich „Mädchen und Jungenarbeit/Gender Mainstreaming“ aufstocken.
#3746Doch wir wollen auch eine strukturelle und personelle Verankerung von Jungenarbeit über den Bereich der Kinder und Jugendhilfe hinaus.
#3747In diesem Sinne werden wir unter anderem bei den Landesprogrammen zur Bekämpfung von Kinderarmut die geschlechterbezogene Pers pektive verstärken.
#3748Gleichstellung – das wollen wir GRÜNE: ■ ein geschlechtersensibles Bildungs und Berufsberatungsangebot ■ Frauen im Erwerbsleben stärken ■ Geschlechtersensibilität und Gender Mainstreaming von der Kita bis zur Altenpflege ■ mehr Männer in Erziehungs und Sozialberufen ■ Geschlechtsspezifische Schulungen für Fachkräfte anbieten, die sich dem Thema Cyber-Gewalt widmen SEXUELLE IDENTITÄT UND QUEERPOLITIK Alle Menschen in Nordrhein-Westfalen sind, unabhängig von ihrer sexuellen und ge schlechtlichen Identität, Teil unserer Gesellschaft und haben gleiche Rechte.
#3749Wir wollen, dass queere Menschen, Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Trans und Interse xuelle (LSBTTI*) ihr Leben selbstbestimmt sowie diskriminierungsfrei führen und die Rechte und Teilhabechancen in Anspruch nehmen können, die allen zustehen.
#3750Viel erreicht – GRÜNE Erfolge seit 2010 Der „Aktionsplan für Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt – gegen Homo und Transphobie“ ist ein großer Erfolg.
#3751Erstmals in der Geschich te des Landes NRW ist Queerpolitik durch den Aktionsplan zur Querschnittsaufgabe geworden.
#3752Mehr als 100 Maßnahmen sind seit der Verabschiedung im Jahr 2012 ange laufen, hervorzuheben sind die rechtliche Gleichstellung von Ehen und eingetragenen Partnerschaften im Landesrecht oder die Förderung der Vernetzungs und Koordinie rungsstellen für das Projekt „SchLAu – Schwul-Lesbisch-Bi-Trans*-Aufklärung NRW“.
#3753Durch Förderung verschiedener Koordinierungsstellen mit unterschiedlichen Schwerpunkten (Schule, Jugend, alte Menschen, Antigewaltarbeit) wurde nicht nur die queere Selbsthilfe gestärkt, sondern auch die fachliche Grundlage erweitert.
#3754Der ge wachsenen Beratungsnachfrage von Trans*Menschen und Regenbogenfamilien haben wir Rechnung getragen.
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