Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 22.03.2026 PDF
#3742
Institutionelle Förderung – Jungenpolitik fest verankern Um Jungenarbeit fest in der nordrhein-westfälischen Politik zu verankern, stärken wir die institutionelle Förderung und begleiten Vernetzungsprozesse, beispielsweise über die LAG Jungenarbeit und die Fachstelle Jungenarbeit.
#3743
Zu diesen Prozessen gehört auch eine Qualifizierung der Mitarbeiter*innen der Jugendämter und Gleichstellungsstellen in den Kommunen.
#3744
Den Kinder und Jugendförderplan wollen wir im Dialog mit den Trägern und den Fachstellen geschlechterbezogen weiterentwickeln.
#3745
Dazu werden wir den Bereich „Mädchen und Jungenarbeit/Gender Mainstreaming“ aufstocken.
#3746
Doch wir wollen auch eine strukturelle und personelle Verankerung von Jungenarbeit über den Bereich der Kinder und Jugendhilfe hinaus.
#3747
In diesem Sinne werden wir unter anderem bei den Landesprogrammen zur Bekämpfung von Kinderarmut die geschlechterbezogene Pers pektive verstärken.
#3748
Gleichstellung – das wollen wir GRÜNE: ■ ein geschlechtersensibles Bildungs und Berufsberatungsangebot ■ Frauen im Erwerbsleben stärken ■ Geschlechtersensibilität und Gender Mainstreaming von der Kita bis zur Altenpflege ■ mehr Männer in Erziehungs und Sozialberufen ■ Geschlechtsspezifische Schulungen für Fachkräfte anbieten, die sich dem Thema Cyber-Gewalt widmen SEXUELLE IDENTITÄT UND QUEERPOLITIK Alle Menschen in Nordrhein-Westfalen sind, unabhängig von ihrer sexuellen und ge schlechtlichen Identität, Teil unserer Gesellschaft und haben gleiche Rechte.
#3749
Wir wollen, dass queere Menschen, Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Trans und Interse xuelle (LSBTTI*) ihr Leben selbstbestimmt sowie diskriminierungsfrei führen und die Rechte und Teilhabechancen in Anspruch nehmen können, die allen zustehen.
#3750
Viel erreicht – GRÜNE Erfolge seit 2010 Der „Aktionsplan für Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt – gegen Homo und Transphobie“ ist ein großer Erfolg.
#3751
Erstmals in der Geschich te des Landes NRW ist Queerpolitik durch den Aktionsplan zur Querschnittsaufgabe geworden.
#3752
Mehr als 100 Maßnahmen sind seit der Verabschiedung im Jahr 2012 ange laufen, hervorzuheben sind die rechtliche Gleichstellung von Ehen und eingetragenen Partnerschaften im Landesrecht oder die Förderung der Vernetzungs und Koordinie rungsstellen für das Projekt „SchLAu – Schwul-Lesbisch-Bi-Trans*-Aufklärung NRW“.
#3753
Durch Förderung verschiedener Koordinierungsstellen mit unterschiedlichen Schwerpunkten (Schule, Jugend, alte Menschen, Antigewaltarbeit) wurde nicht nur die queere Selbsthilfe gestärkt, sondern auch die fachliche Grundlage erweitert.
#3754
Der ge wachsenen Beratungsnachfrage von Trans*Menschen und Regenbogenfamilien haben wir Rechnung getragen.
#3755
Auch die besonderen Belange von LSBTTI*-Flüchtlingen be rücksichtigen wir bei ihrer Unterbringung und Beratung.
#3756
Wir unterstützen die erfolgreiche Arbeit der Kampagne „anders und gleich – Nur Re spekt Wirkt“ und wollen sie weiter ausbauen.
#3757
Das Sichtbarmachen unterschiedlicher Lebensweisen ist ein zentraler Beitrag zu einer vielfältigen Gesellschaft und zum Abbau von Diskriminierung.
#3758
Es ist uns zudem gelungen, erfolgreich Druck auf die Bundesregierung auszuüben: Nicht zuletzt auf Initiative von NRW werden die Opfer des § 175 StBG endlich rehabi litiert.
#3759
Doch noch immer ist es ein weiter Weg zur rechtlichen Gleichstellung auf allen Ebenen.
#3760
Dies gilt insbesondere für die Öffnung der Ehe und die Anpassung des Adopti- onsrechts an die gesellschaftliche Wirklichkeit.
#3761
Respekt wirkt Wir wollen den „Aktionsplan für Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlecht licher Vielfalt – gegen Homo und Transphobie“ verstetigen und die damit verbundenen Projekte ebenso wie die herausragende Arbeit von den LSBTTI*-Verbänden und -Selbst hilfegruppen weiterhin finanziell unterstützen.
#3762
Zudem gilt es, den Aktionsplan weiter in die Fläche zu tragen, insbesondere den ländlichen Raum verstärkt in den Fokus zu nehmen und zu prüfen, ob die Interessen weiterer Gruppen Berücksichtigung finden müssen.
#3763
Wir setzen uns überdies für eine Novellierung des Transsexuellengesetzes ein: Trans*-Personen sollten nicht länger gezwungen sein, zwei unabhängige psychiatrische Gutachten vorzulegen, um ihren Geschlechtseintrag zu ändern.
#3764
Sie sind ein Teil der Re alität und nicht etwa psychisch krank oder gar ein Fehler der Natur.
#3765
Zur Anerkennung dieser Realität gehört auch die Möglichkeit einer frei wählbaren „dritten Option“ in of fiziellen Dokumenten oder die Möglichkeit, keine Angaben zum Geschlecht machen zu müssen.
#3766
NRW ist bereits auf einem guten Weg.
#3767
Derzeit gründet sich das Netzwerk Trans*, das die Interessen der verschiedenen Organisationen bündelt.
#3768
Um die Zusammenarbeit zu verbessern, wird in Zukunft eine Koordinierungsstelle benötigt, die Projekte vor Ort unterstützt, aber auch als Multiplikatorenstelle fungieren kann.
#3769
Zudem planen wir eine eigene psychosoziale Beratungsstelle und fordern einen interdisziplinären Qualitäts zirkel der Kassenärztlichen Vereinigungen in NRW, um die Trans*-Personen besser zu behandeln und standardisierte Vorgehensweisen zu entwickeln.
#3770
Auch intersexuelle Menschen leiden unter der zwingenden Zweigeschlechtlichkeit.
#3771
Bei der Geburt eines Kindes wird anhand seiner körperlichen Merkmale entschieden, ob es ein Junge oder Mädchen ist.
#3772
Kinder, die nicht in das zweigeschlechtliche Muster passen, dürfen auch heute kurz nach der Geburt und aus zwingenden medizinischen Gründen durch operative Eingriffe an eines der beiden Geschlechter angepasst werden.


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