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vom 30.03.2026 PDF
#3920
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Mit dem „Stärkungspakt Stadtfinanzen“ ist es uns gelungen, überschuldeten und von Überschuldung bedrohten Kommunen einen Weg aus ihrer Krise zu weisen.
#3921Hierfür wer den ihnen insgesamt über 5,7 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt.
#3922Im Gegenzug sind die betroffenen Kommunen in der Verantwortung, einen manchmal auch schmerzhaf ten Sanierungskurs einzuschlagen.
#3923Ihnen werden umfangreiche Hilfen zur Selbsthilfe an die Hand gegeben, damit sie kurz bis mittelfristig das Ziel der Haushaltssanierung erreichen können und so wieder handlungsfähig werden.
#3924Uns ist dabei bewusst, dass der Stärkungspakt nur ein zeitlich befristetes Instrument sein kann.
#3925Nach Erreichen des Haushaltsausgleichs sind die betroffenen Städte und Gemeinden langfristig in der Ver antwortung, selbständig und ohne Landeshilfen dauerhaft ihre Handlungsfähigkeit zu erhalten.
#3926Durch diese Maßnahmen ist es uns gelungen, die angespannte Haushaltssituation der Kommunen deutlich zu verbessern.
#3927Befanden sich beim Regierungswechsel noch 138 Kommunen im Nothaushalt, so waren Anfang 2016 nur noch neun Kommunen in der vorläufigen Haushaltsführung.
#3928Durch die dritte Stufe des Stärkungspaktes profitie ren auch jene Kommunen, deren Haushaltsnotlagen erst nach Beginn des Stärkungs paktgesetzes im Jahre 2011 eingetreten sind.
#3929Damit ist uns die Stabilisierung der Kommunalfinanzen auch ohne ausreichende Unterstützung der Bundesregierung gelungen.
#3930Allerdings wollen wir uns und darf sich NRW auf diesen Erfolgen keinesfalls ausruhen.
#3931Denn die Basis für ausreichende Investitionen fehlt in den Kommunen weiter.
#3932Daher haben wir unsere Investitionsoffensive „Gute Schule 2020“ gestartet.
#3933Um Schulgebäude instand zu setzen, Sporthallen zu sanieren oder die digitale Infrastruktur der Schulen zu verbessern, haben wir insgesamt zwei Milliarden Euro bereitgestellt, von denen alle Kommunen in NRW profitieren – ohne einen Eigenanteil aufbringen zu müssen.
#3934Kommunen weiter stärken Unsere Kommunen stehen auch in der Zukunft vor großen Herausforderungen.
#3935Sie brau chen Unterstützung, um im Sinne der Menschen tätig werden zu können.
#3936Ein wichtiger Schritt dahin ist die Ertüchtigung ihrer Infrastruktur, die oftmals in die Jahre gekommen ist, aus finanziellen Gründen vernachlässigt wurde und in vielen Fällen den aktuellen Bedürfnissen nicht mehr entspricht.
#3937Deshalb wollen wir das Programm „Gute Schule 2020“ fortführen und die Kommu- nen bei Investitionen unterstützen, damit sie Schulen und Turnhallen für die Zukunft fit machen und die digitale Agenda 4.
#3938in den Schulen umsetzen können.
#3939Auch über das Jahr 2020 hinaus streben wir die Stabilisierung der Investitionstätigkeit insbesondere in den Kommunen an.
#3940Interkommunale Zusammenarbeit ist in vielen kommunalen Aufgabenbereichen sinnvoll und effizienzsteigernd.
#3941Gerade in Zeiten demografisch bedingt abnehmender Gemeindegrößen sollte sie ausgebaut werden.
#3942Dies gilt insbesondere für ländliche und kleinere Kommunen.
#3943Mit der Novellierung des Gesetzes über kommunale Gemeinschafts arbeit (GkG) haben wir in der vergangenen Legislaturperiode die gesetzlichen Grundla gen für einen weiteren Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit geschaffen.
#3944Außerdem ist es auf unseren Druck hin auch gelungen, eine bundesgesetzliche Än derung umzusetzen, wonach Beistandsleistungen im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit nicht mehr der Umsatzsteuerpflicht unterliegen.
#3945Diese Regelung er leichtert die interkommunale Zusammenarbeit erheblich.
#3946Zukünftig wollen wir weitere Anreize dafür setzen, dass Kommunen ihr Flächen management vermehrt interkommunal absprechen.
#3947Außerdem wollen wir ein aktives Beratungsangebot für die Kommunen ausbauen und sicherstellen.
#3948Die landesseitigen Förderprogramme sollen Anreize zu verstärkter interkommunaler Zusammenarbeit schaffen.
#3949Regionen weiterentwickeln Die Zusammenarbeit innerhalb und zwischen den Regionen ist für ein großes Land wie NRW von besonderer Bedeutung.
#3950Nach Etablierung des Regionalverbandes Ruhr kann die Gründung weiterer kommu nal verfasster Metropolregionen ein Schritt zu einer besseren und vertieften regionalen Zusammenarbeit sein.
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