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vom 16.03.2026 PDF
#393
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Dies gilt für alle Tiere, vom Schwein bis zur Pute und dem Mastkaninchen.
#394Mehr Platz für jedes Tier, Auslauf oder andere Klimareize, Beschäftigungsmaterial und eine artgerechte Fütterung, die den Bedürfnissen und gesundheitlichen Anforderungen der Tiere entspricht und nicht nur einseitig an einer Maximierung der Leistung ausgerichtet ist, sind zentrale Elemente unserer Tierschutzpolitik.
#395Dies hilft nicht nur den Tieren, sondern senkt gleichzeitig den Antibiotika und Me dikamenteneinsatz in der Tiermast und vermindert damit das Risiko von Resistenzen, die auch für Menschen gefährlich sind.
#396Die Amputation von Körperteilen wie des Rin gelschwanzes beim Schwein oder das Kupieren der Schnäbel bei Geflügel, die aufgrund unzureichender Haltungsbedingungen heute die Regel darstellen, wollen wir beenden.
#397Hofschlachtungen und regionale Schlachthöfe sollen gefördert werden, um Tiertrans porte zu vermeiden oder zu verkürzen.
#398Generell müssen Tiertransporte schärfer kontrol liert und deren Durchführung und Ergebnisse besser vernetzt werden.
#399Wir werden die „Bruderhahn-Initiative“ in NRW durch die Förderung der Erhaltung und züchterischen Bearbeitung historischer Zweinutzungsrassen und die Förderung der Zucht neuer Zweinutzungsrassen unterstützen.
#400Tierheime sollen zukünftig landesweit einheitlich finanziert werden.
#401Hierzu ist eine NRW-weite Harmonisierung der kommunalen Verpflichtung zur systematischen Finan zierung der Tierheime notwendig.
#402Auf Bundesebene setzen wir uns für ein Heimtier- schutzgesetz ein, nicht nur, um den tierschutzgerechten Umgang mit den Millionen Heimtieren zu regeln, sondern auch, um den Vollzugsbehörden Rechtssicherheit zu ge- ben.
#403Weiterhin sollen die Kastrationsprogramme finanziell unterstützt werden.
#404Der undurchsichtige internationale Welpenhandel verlangt Kontrollen.
#405Für den bes seren Tierschutzvollzug fordern wir daher eine Stärkung der mit den Aufgaben betrau ten Veterinärämter.
#406Diese Maßnahmen entlasten auch die Tierheime.
#407Einfuhr und Haltung von Wildtieren begrenzen Die Einfuhr und Haltung von wildlebenden, insbesondere gefährlichen Tieren wollen wir streng reglementieren.
#408Dazu gehört auch ein bundesrechtliches Verbot entsprechen der Tierbörsen wie etwa der „Terraristika“ in Hamm sowie die Untersagung der Haltung besonders gefährlicher Tiere wie Giftschlangen, Skorpione etc.
#409deren Bisse lebensge fährlich sind und die sich für eine Haltung in privater Hand auch aus Tierschutzgründen nicht eignen.
#410Wir wollen die Haltung dieser besonders gefährlichen Tiere in Privathaus halten verbieten.
#411Darüber hinaus setzen wir uns für eine Positivliste ein, damit nur noch solche Tiere in Privathand gehalten werden, die auch dafür geeignet sind.
#412Nachdem der Bundesrat das Ende der Haltung von Wildtieren im Zirkus beschlossen hat, die Bundes regierung sich diesem Vorstoß jedoch verweigert, werden wir auf Bundesebene weiter hin auf eine Umsetzung des Bundesratsbeschlusses drängen.
#413Tierversuche überflüssig machen Der Ersatz von Tierversuchen durch tierversuchsfreie Alternativen, also die Vermeidung von Tierversuchen, insbesondere an Wirbeltieren, ist uns ein wichtiges Anliegen.
#414Da bis her wissenschaftlich anerkannte Ersatzmethoden zu Tierversuchen weitgehend fehlen, wurde in dieser Legislaturperiode durch unsere Initiative das „Centrum für Ersatzmetho den zum Tierversuch“ (CERST) am Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung gegründet.
#415Wir wollen diese erfolgreiche Arbeit in ein eigenständiges Institut überfüh ren.
#416So können Drittmittelprojekte und -forschung gemeinsam mit dem Tierschutz, aber auch mit der Industrie, effektiver und unbürokratischer umgesetzt werden und so tau sende Tierversuche überflüssig gemacht werden.
#417Wir wollen die Forschungsgelder für die Erforschung von Ersatzmethoden zu Tierversuchen erhöhen.
#418Bestehende Ansätze im Wissenschaftsetat sollen zugunsten der Erforschung neuerer Methoden umgeschichtet werden.
#419Wir streben die Stärkung des Tierschutzbeirats der Landesregierung an und werden einen Tierschutz-Forschungspreis einrichten.
#420Damit werden wir Personen und In stitutionen anerkennen und stärken, die die tierversuchsfreie Forschung in unserem Land nach vorn bringen und dazu beitragen, zukünftig Tierleid zu vermeiden und das Anliegen tierversuchsfreier Forschung im öffentlichen Bewusstsein noch stärker zu verankern.
#421hnlich wie in anderen Ländern soll auch in NRW ein*e Tierschutzbeauftragte*r beru- fen werden, um eine zentrale Anlaufstelle für Fragen zum Tierschutz zu haben.
#422Tierschutz – das wollen wir GRÜNE: ■ die Haltungsbedingungen an die Tiere anpassen – statt umkehrt ■ einen Nachhaltigkeitskodex für die Landwirtschaft entwickeln ■ Tierversuche überflüssig machen ■ einen Tierschutz-Forschungspreis einrichten ■ eine*n Tierschutzbeauftragte*n berufen KLIMASCHUTZ UND ENERGIE Der globale Klimawandel ist eine der zentralen Herausforderungen des 21.
#423Jahrhun derts.
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