Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.04.2026 PDF
#4206
Der Schutz der Menschen und der Umwelt geht nur transnational und europäisch: Wir streben auch weiterhin einen gesamteuro päischen Atomausstieg an.
#4207
Wir werden uns für diese Ziele gemeinsam mit Akteur*innen aus der Grenzregion zu Belgien, aber auch mit Partner*innen aus den Niederlanden einsetzen.
#4208
Gleichzeitig werden wir den belgischen Nachbarn Unterstützung bei der Ab sicherung der Versorgung nach Abschalten der AKWs anbieten, unter anderem durch eine weitere Netzverbindung nach Belgien.
#4209
Europa – das wollen wir GRÜNE: ■ offene Grenzen zwischen den EU-Staaten erhalten ■ die Einwanderungspolitik der EU menschenrechtsorientiert weiterentwickeln ■ eine nachhaltigere EU-Strukturpolitik ■ die Europaaktivitäten von Kommunen und Land ausweiten EINE WELT Wir übernehmen Verantwortung über die Grenzen Deutschlands und Europas hinaus.
#4210
Wir GRÜNE stehen hinter dem Gedanken einer dauerhaften gemeinsamen Verantwor tung aller Staaten und Regionen für eine eng verflochtene Welt.
#4211
Dieses Verständnis bestimmt unser Handeln und schärft unseren Blick auf Entscheidungen, die wir in NRW treffen, deren Auswirkungen aber nur selten auf unser Land beschränkt sind.
#4212
Viel erreicht – GRÜNE Erfolge seit 2010 Im Dezember 2012 wurde die „Eine-Welt-Strategie NRW“ beschlossen.
#4213
Sie setzt Im pulse für eine nachhaltige und menschenwürdige Entwicklung und verpflichtet alle Ministerien auf eine gemeinsame Eine-Welt-Politik des Landes.
#4214
NRW ist mit seiner Nachhaltigkeitsstrategie in Deutschland Vorreiter bei der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDGS), die im September 2015 in New York verabschiedet wurden.
#4215
Somit wird die nachhaltige Bekämpfung von globa ler Ungerechtigkeit und Armut auch von NRW aus vorangetrieben.
#4216
Mit dem Tariftreue und Vergabegesetz haben wir die faire und umweltfreundliche Beschaffung ausgebaut.
#4217
Darüber hinaus haben wir das Projektbüro für nachhaltige und faire Beschaffung, „newtrade.
#4218
nrw“, gegründet.
#4219
Die Messe „FAIR FRIENDS Dortmund.
#4220
wird weiterhin vom Land unterstützt.
#4221
Wir haben die entwicklungspolitische Bildungsar beit in NRW ausgebaut, die Kürzungen aus dem NRW-Promotorinnenprogramm zurück genommen und den Etat deutlich erhöht.
#4222
Wir haben auch die kommunale Entwicklungszusammenarbeit gestärkt.
#4223
Die nord- rhein-westfälischen Kommunen unterstützen wir in ihrem entwicklungspolitischen Engagement.
#4224
Die Förderung konzentriert sich dabei auf „Kommunale Entwicklungs partnerschaften“ und die Durchführung entwicklungspolitisch relevanter Projekte im Ausland.
#4225
Stärkere Förderung für den Bereich „Eine-Welt-Politik“ – NRW als Teil der Einen-Welt NRW muss seiner internationalen Verantwortung gerecht werden.
#4226
In den nächsten Jah ren werden wir daher die Mittel für den Eine-Welt-Bereich aufstocken.
#4227
Darüber hin aus ist es unser Ziel, Wirtschaft, Handel und Investitionen nachhaltig zu gestalten.
#4228
Die Partnerschaft zwischen dem Land NRW und dem Staat Ghana wollen wir fortführen und dort Projekte im Bereich der Frauenförderung, der erneuerbaren Energien und der Inklusion verstärkt fördern.
#4229
Wir werden die seit Jahrzehnten bestehende Kooperation zwischen den zivilgesellschaftlichen Akteur*innen in NRW und Südafrika weiter för dern und unterstützen.
#4230
Vor allem werden wir Umweltaktivist*innen und die zivilgesell schaftliche Opposition zum Kohlebergbau Südafrikas bestärken.
#4231
Südafrika ist weltweit der siebtgrößte Kohleexporteur, die Folgen des Bergbaus für die Gesundheit der dort lebenden Menschen sind nicht hinnehmbar.
#4232
Wir wollen in Kooperation mit südafrika nischen und deutschen Organisationen einen Beitrag zur Bekämpfung dieser Folgen leisten.
#4233
NRW – Vorreiter für nachhaltige Entwicklung Auf dem historischen Sondergipfel der UN in New York am 15.
#4234
September 2015 wurden die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele beschlossen.
#4235
Alle Staaten haben sich dazu ver pflichtet, die Ziele zu implementieren und gemeinsam eine nachhaltige Entwicklung si cherzustellen.
#4236
Somit ist das klassische Konstrukt der Entwicklungspolitik – dass sich die sogenannten Entwicklungsländer nach dem Vorbild der Industrieländer entwickeln – aufgebrochen.


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