Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.04.2026 PDF
#4223
Die nord- rhein-westfälischen Kommunen unterstützen wir in ihrem entwicklungspolitischen Engagement.
#4224
Die Förderung konzentriert sich dabei auf „Kommunale Entwicklungs partnerschaften“ und die Durchführung entwicklungspolitisch relevanter Projekte im Ausland.
#4225
Stärkere Förderung für den Bereich „Eine-Welt-Politik“ – NRW als Teil der Einen-Welt NRW muss seiner internationalen Verantwortung gerecht werden.
#4226
In den nächsten Jah ren werden wir daher die Mittel für den Eine-Welt-Bereich aufstocken.
#4227
Darüber hin aus ist es unser Ziel, Wirtschaft, Handel und Investitionen nachhaltig zu gestalten.
#4228
Die Partnerschaft zwischen dem Land NRW und dem Staat Ghana wollen wir fortführen und dort Projekte im Bereich der Frauenförderung, der erneuerbaren Energien und der Inklusion verstärkt fördern.
#4229
Wir werden die seit Jahrzehnten bestehende Kooperation zwischen den zivilgesellschaftlichen Akteur*innen in NRW und Südafrika weiter för dern und unterstützen.
#4230
Vor allem werden wir Umweltaktivist*innen und die zivilgesell schaftliche Opposition zum Kohlebergbau Südafrikas bestärken.
#4231
Südafrika ist weltweit der siebtgrößte Kohleexporteur, die Folgen des Bergbaus für die Gesundheit der dort lebenden Menschen sind nicht hinnehmbar.
#4232
Wir wollen in Kooperation mit südafrika nischen und deutschen Organisationen einen Beitrag zur Bekämpfung dieser Folgen leisten.
#4233
NRW – Vorreiter für nachhaltige Entwicklung Auf dem historischen Sondergipfel der UN in New York am 15.
#4234
September 2015 wurden die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele beschlossen.
#4235
Alle Staaten haben sich dazu ver pflichtet, die Ziele zu implementieren und gemeinsam eine nachhaltige Entwicklung si cherzustellen.
#4236
Somit ist das klassische Konstrukt der Entwicklungspolitik – dass sich die sogenannten Entwicklungsländer nach dem Vorbild der Industrieländer entwickeln – aufgebrochen.
#4237
Alle Staaten müssen Verantwortung übernehmen und sich weiterentwi ckeln.
#4238
Globale Verantwortung beginnt vor Ort.
#4239
Die „Agenda 2030 für nachhaltige Ent wicklung“ und die globalen Nachhaltigkeitsziele haben den internationalen Aktivitäten des Landes NRW einen neuen Rahmen gegeben.
#4240
NRW ist mit seiner im Juni 2016 ver abschiedeten Nachhaltigkeitsstrategie der Vorreiter bei der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele in Deutschland.
#4241
Zusätzlich wollen wir die Nachhaltigkeit als Ziel in die Verfassung des Landes NRW aufnehmen.
#4242
Wir werden uns dafür einsetzen, dass der Landtag sich Strukturen gibt, um Gesetzesvorschläge auf Nachhaltigkeit prüfen zu können.
#4243
Wir setzen uns weiter für die Förderung der kommunalen Nachhaltigkeit ein, zum Beispiel für die Fortführung des Projekts „Global nachhaltige Kommunen NRW“.
#4244
Wir wollen die Bundesstadt Bonn auch weiterhin als UN-Standort und als Sitz wich tiger Institutionen in den Bereichen Wissenschaft und Forschung, internationale Zu- sammenarbeit und nachhaltige Entwicklung, Gesundheit, Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Ernährung, Telekommunikation, Cyber-Sicherheit und Datendienste sowie Kultur stärken.
#4245
Aus diesem Grund setzen wir uns auch auf Bundesebene für die Einhaltung des Berlin-Bonn-Gesetzes ein.
#4246
Wir werden uns für einen verstärkten Aus tausch zwischen den UN-Organisationen und NRW-Akteur*innen engagieren, um zum einen in NRW stärker von den Erkenntnissen der UN zu profitieren, zum anderen aber auch den UN-Organisationen Einblicke in praktische Erfolge und Herausforderungen vor ihrer Haustür zu ermöglichen.
#4247
Grundsätzlich wollen wir in allen Bereichen der Außenbeziehungen darauf hinwir ken, dass die Partner*innen Menschen und Minderheitenrecht ebenso wie Umweltstan dards, Geschlechtergerechtigkeit und freie Meinungsäußerung achten und beachten.
#4248
So wollen wir die NRW-Außenwirtschaftsförderung, die Unternehmen, an denen das Land beteiligt ist, und die öffentliche Beschaffung des Landes nach den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte ausrichten.
#4249
Denn Nordrhein-Westfalens internationale Verantwortung beruht auch darauf, dass die traditionell energie und ressourcenintensive nordrhein-westfälische Wirtschaft stark in internationale Wirtschaftskreisläufe eingebunden ist.
#4250
Wir werden deshalb die universellen Ziele der UN bei allen außenwirtschaftlichen Aktivitäten und Partnerschaf ten des Landes berücksichtigen und diesen Ansatz auch in einer neuen Eine-Welt-Stra tegie des Landes festschreiben.
#4251
Durch hohe Standards bei öffentlichen Ausschreibungen auf der Grundlage des no vellierten Tariftreue und Vergabegesetzes wollen wir die Einhaltung von Menschen rechten und Umweltstandards in den internationalen Lieferketten erwirken.
#4252
Schon jetzt haben wir im Bundesvergleich die besten Regeln zum Schutz der ILO-Kernar beitsnormen.
#4253
Wir werden das Tariftreue und Vergabegesetz noch verbindlicher aus gestalten und uns auf Bundesebene dafür einsetzen, dass die im Rahmen der Reform des Vergaberechts beschlossenen Einschränkungen der Handlungsfähigkeit der Län der aufgehoben werden.


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