Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.04.2026 PDF
#4246
Wir werden uns für einen verstärkten Aus tausch zwischen den UN-Organisationen und NRW-Akteur*innen engagieren, um zum einen in NRW stärker von den Erkenntnissen der UN zu profitieren, zum anderen aber auch den UN-Organisationen Einblicke in praktische Erfolge und Herausforderungen vor ihrer Haustür zu ermöglichen.
#4247
Grundsätzlich wollen wir in allen Bereichen der Außenbeziehungen darauf hinwir ken, dass die Partner*innen Menschen und Minderheitenrecht ebenso wie Umweltstan dards, Geschlechtergerechtigkeit und freie Meinungsäußerung achten und beachten.
#4248
So wollen wir die NRW-Außenwirtschaftsförderung, die Unternehmen, an denen das Land beteiligt ist, und die öffentliche Beschaffung des Landes nach den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte ausrichten.
#4249
Denn Nordrhein-Westfalens internationale Verantwortung beruht auch darauf, dass die traditionell energie und ressourcenintensive nordrhein-westfälische Wirtschaft stark in internationale Wirtschaftskreisläufe eingebunden ist.
#4250
Wir werden deshalb die universellen Ziele der UN bei allen außenwirtschaftlichen Aktivitäten und Partnerschaf ten des Landes berücksichtigen und diesen Ansatz auch in einer neuen Eine-Welt-Stra tegie des Landes festschreiben.
#4251
Durch hohe Standards bei öffentlichen Ausschreibungen auf der Grundlage des no vellierten Tariftreue und Vergabegesetzes wollen wir die Einhaltung von Menschen rechten und Umweltstandards in den internationalen Lieferketten erwirken.
#4252
Schon jetzt haben wir im Bundesvergleich die besten Regeln zum Schutz der ILO-Kernar beitsnormen.
#4253
Wir werden das Tariftreue und Vergabegesetz noch verbindlicher aus gestalten und uns auf Bundesebene dafür einsetzen, dass die im Rahmen der Reform des Vergaberechts beschlossenen Einschränkungen der Handlungsfähigkeit der Län der aufgehoben werden.
#4254
Wir wollen, dass NRW und andere Länder bei der Vergabe öffentlicher Aufträge in Zukunft wieder mehr Spielraum bekommen.
#4255
Wir setzen uns zudem für Transparenz und mehr Informationen für Kommunen ein, damit auch für sie bei einer Auftragsvergabe schneller nachvollziehbar wird, wie ein Produkt hergestellt wurde.
#4256
Der Austausch zwischen den Kommunen und unter den Ländern muss stär ker gefördert werden.
#4257
Die bestehenden Behörden müssen prüfen, ob die ILO-Kriterien eingehalten werden.
#4258
Wir wollen den Absatz und Konsum fair gehandelter Produkte fördern und so zur Achtung der Menschen und Arbeitnehmerrechte in der Produktion beitragen.
#4259
Den Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) werden wir ausbauen.
#4260
Auch die Bildungsprogramme des Eine-Welt-Netzes wollen wir so ausweiten, dass zu- künftig mehr Zielgruppen erreicht werden.
#4261
Auf diesem Weg können wir über Fluchtur sachen aufklären und den Menschen in NRW bewusst machen, dass kein Mensch seine Heimat ohne Grund verlässt.
#4262
Auch internationale Austauschprogramme wie den konkreten Friedensdienst wollen wir ausbauen.
#4263
Wir begrüßen, dass mit Programmen wie Erasmus+ ein Schritt in die rich tige Richtung gegangen wurde, um internationale Austauschprogramme auch außer europäisch auszuweiten.
#4264
Gerade mit Blick auf die Eine Welt gilt es, auch Menschen aus ärmeren außereuropäischen Ländern nach NRW zu bringen – seien es Schüler*innen, Auszubildende, Studierende oder Menschen, die im Beruf stehen.
#4265
Ebenso wichtig ist, die in NRW ansässigen Träger, die Freiwilligendienste anbieten, dabei zu unterstützen, auch Freiwillige aus dem nichteuropäischen Ausland einzusetzen.
#4266
Internationales & Frieden – NRW als Friedensakteur Wir leben in NRW nicht nur in der Mitte Europas, sondern sind auch ein Teil und ein Partner der ganzen Welt.
#4267
Wir treten auf vielfältige Weise mit den Ländern und Menschen auf diesem Planeten in Verbindung, etwa über Handel, Politik, Migration oder Tourismus.
#4268
Daher wollen – und müssen – wir auch international Position beziehen und uns unserer Verantwortung stellen.
#4269
Ob Krieg, Hunger oder fehlende Perspektiven – neben dem kurzfristigen Ziel, Men schen in Not zu helfen, müssen wir langfristig auch die Fluchtursachen bekämpfen.
#4270
Dazu gehören Klimakatastrophen, Menschenrechtsunterdrückung, Kriege, Ressourcenknapp heit und Verfolgung.
#4271
NRW braucht daher eine kohärente Wirtschaftspolitik.
#4272
Zudem muss es seine Aktivitäten im Bereich der humanitären Hilfe ausbauen und Hilfsprojekte in Krisen und Konfliktländern stärker vorantreiben.
#4273
Wir setzen uns für eine selbstbestimmte Migration von Menschen ein, die nicht aus der Not heraus geschieht.
#4274
NRW soll sich auch langfristig für Frieden einsetzen.
#4275
Dafür sollen die hier ansässigen wichtigen Forschungseinrichtungen und Thinktanks wie das „Bonn International Center for Conversion“ (BICC), das „Institut für Entwicklung und Frie den“ (INEF) und das „Deutsche Institut für Entwicklungspolitik“ (DIE) stärker gefördert werden.
#4276
Wir wollen so weiterhin dafür Sorge tragen, dass die internationale Expertise in NRW international Geltung hat.


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