Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

Dokument lesen

-

vom 01.04.2026 PDF
#4302
Stattdessen konnten wir die Gremien stärken, für mehr gesell schaftliche Teilhabe sorgen, Kontrolle sichern und die Transparenz der Prozesse erhöhen.
#4303
Gemeinsam mit den anderen Bundesländern ist uns zudem eine erfolgreiche Um stellung von der gerätebezogenen Rundfunkgebühr auf den haushaltsbezogenen Rund funkbeitrag gelungen.
#4304
Es konnte ein neues Online-Jugendangebot von ARD und ZDF geschaffen werden und zudem wurde die Sieben-Tage-Regelung (Löschfrist für Medi athek-Inhalte) abgeschafft.
#4305
Medien und Meinungsvielfalt – NRW bleibt Medienland Nr.
#4306
Für uns ist klar: Die Film und Medienstiftung NRW GmbH ist das medienpolitische Flaggschiff unseres Landes und muss weiter ausgebaut und unterstützt werden, vor allem, weil sie von einer revolvierenden Förderung profitiert: Es fließen für jeden ein zelnen Euro Filmförderung immer mindestens 1,50 Euro an Investitionsmitteln nach NRW zurück.
#4307
Um das Filmland NRW weiter zu stärken, setzen wir uns für eine maßvoll aufwachsende Förderung bis 2022 ein.
#4308
Freie Mitarbeit, Outsourcing, und Leiharbeit für Webvideo-Vermarktungsunternehmen – prekäre Arbeitsbedingungen sind in der Medi enbranche weit verbreitet.
#4309
Mit verstärkten Anreizen wollen wir erreichen, dass bei der Filmförderung und beitragsfinanzierten Auftragsproduktionen nur noch fair bezahlende Unternehmen berücksichtigt werden, wenn sie in den Genuss öffentlicher Mittel kom men wollen.
#4310
Außerdem soll künftig bei der Vergabe vom Filmfördermitteln darauf geachtet wer den, dass so CO²-neutral und so umweltgerecht, ressourcenschonend und nachhaltig wie möglich produziert wird, und damit Initiativen wie z.
#4311
die „greenfilminitiative“ mehr und mehr Unterstützung finden.
#4312
Die Sicherung von Medienkompetenz sowie der Presse und Meinungsvielfalt, zum Beispiel durch einen „Medienfonds 2025“, erfordert politischen Gestaltungswillen und perspektivisch eine deutliche Stärkung des Medienetats.
#4313
Auch die neue Stiftung „Vor Ort NRW – LfM-Stiftung für Lokaljournalismus“, das Grimme-Institut sowie ein starkes und zukunftsfähiges Medienforum NRW und ein Programm „Digitales NRW 2030“, das ins besondere die Sicherung der Medienvielfalt zum Thema hat, sind ohne ein verstärktes landesseitiges Engagement nicht erfolgreich zu erhalten.
#4314
Wir GRÜNE wollen das bewährte Verteilsystem des Presse-Grosso erhalten, damit auch künftig Meinungsvielfalt per Print im ganzen Land möglich bleibt und nicht einzel ne Verlage über ein eigenes Verteilsystem allein bestimmen, wer wo was an medialem Angebot jenseits des Digitalen vorfindet.
#4315
Wir GRÜNE setzen uns für ein zeitgemäßes Urheberrecht ein, das eine gerechte Vergütung sichert, kreatives Schaffen und die wis senschaftliche Arbeit erleichtert, die Kriminalisierung von Nutzer*innen verhindert und den Abmahnmissbrauch beendet.
#4316
Wir wissen aber auch, dass die Digitalisierung An passungen erfordert.
#4317
Steuerrechtliche Veränderungen sowie beispielsweise die Aner kennung der Gemeinnützigkeit für Qualitätsjournalismus können wichtige Beiträge zur Vielfaltsicherung darstellen.
#4318
Wir GRÜNE wollen, dass in der Film und Medienförderung in NRW – wie auch bei der Kulturförderung – künftig verstärkt die drei „I“ – Identität, Inklusion und Interkultur – noch stärker berücksichtigt werden.
#4319
Bürgermedien – vielfältige Medienarbeit Dass Medienkompetenz und Medienvielfalt auch in der nächsten Legislaturperiode ih ren festen Platz in der Medienpolitik haben, ist für uns ebenso selbstverständlich wie die Tatsache, dass wir uns auch zukünftig für mehr Bürger*innenmedienarbeit stark machen.
#4320
Daher werden wir entsprechende Medienangebote, inklusive des Bürgerfunks, erhalten und die Partizipation der Bürger*innen sicherstellen.
#4321
Rundfunk – die Zukunft des Rundfunks Nordrhein-Westfalen soll auch Digitalradio-Land Nr.
#4322
werden.
#4323
Nur durch eine zukunfts fähige digitale Technik wie DAB+ kann der hohe Standard beim Hörfunk in unserem Land bestehen bleiben.
#4324
Dabei muss das bewährte Zwei-Säulen-Modell mit der besonde ren Konstruktion des NRW-Lokalfunks (Kooperation von Veranstaltergemeinschaft und Betriebsgesellschaft) bei über 45 Lokalsendern landesweit langfristig und zukunftssi cher erhalten bleiben.
#4325
In enger Abstimmung mit dem Landessender WDR wollen wir zu diesem Zweck über kooperative und langfristige Lösungen beraten.
#4326
Wir stehen ohne Wenn und Aber zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk insgesamt und zum NRW-Landessender WDR im Besonderen.
#4327
Gerade wegen seines umfangreichen ge sellschafts und kulturpolitisch relevanten Angebots – der WDR ist zum Beispiel der größte Förderer von Musikveranstaltungen in NRW und leistet seit Jahrzehnten vorbild liche Integrationsarbeit – ist der WDR unverzichtbar.
#4328
Weitere Einschnitte beim interkulturellen Programm des Westdeutschen Rundfunks lehnen wir ab, vielmehr ist es unser Ziel, nach einer Evaluationsphase die Wiederbele bung erfolgreicher Formate der Vergangenheit bei entsprechendem Bedarf einzufor- dern.
#4329
Für uns GRÜNE gehören die kritische und aufklärerische Berichterstattung, der in vestigative Journalismus und die Meinungsvielfalt zum Wesen der Arbeit des öffent lich-rechtlichen Rundfunks und insbesondere des WDR.
#4330
Damit dieser auch in Zukunft dazu in der Lage ist, muss der WDR verstärkt auf die vom Bundesverfassungsgericht auferlegte Bestands und Entwicklungsgarantie pochen.
#4331
Unsere vielfältige und bunte Gesellschaft ist auf journalistisch und gestalterisch hoch wertig produzierte Inhalte angewiesen, gerade auch im Netz.
#4332
Mit einem faktischen Ein stellungsstopp ist auch der WDR nicht in der Lage, auf den veränderten Medienkonsum, insbesondere beim jungen Publikum, mit ausreichend qualitativen und ansprechenden Angeboten zu reagieren.


Fenster schließen und zurück

Anzeige: