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vom 01.04.2026 PDF
#4338
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Wir GRÜNE stehen dafür, dass die Freiheit der Kunst nicht durch wirtschaftliche Zwän ge beschränkt wird.
#4339Künstlerische und kulturelle Freiräume müssen erhalten werden.
#4340Identität, Inklusion und Interkultur sind zentrale Aufgaben für die politische Kultur arbeit der kommenden Jahre.
#4341Nur so kann erfolgreiche Integration der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen gelingen.
#4342Eine wesentliche, gerade im letzten Jahr sehr akut gewordene Aufgabe, liegt in der Einbindung der vor Krieg und Verfolgung geflüchte ten Menschen.
#4343Aber auch Menschen mit Migrationshintergrund, die teilweise schon seit Jahren und Jahrzehnten in NRW leben, können über gute Kulturarbeit und kulturelle Angebote noch besser am gesellschaftlichen Leben beteiligt werden.
#4344Viel erreicht – GRÜNE Erfolge seit 2010 Es ist uns gelungen, bestehende Einrichtungen des Landes und Großangebote – vom Festival der freien Szene, dem Impulse Theater Festival bis zur Ruhrtriennale – zu si chern und ihren Erhalt zu gewährleisten.
#4345Durch das Kulturfördergesetz NRW, dessen Entstehung von einem erfolgreichen und regen Beteiligungsprozess im Gesetzgebungs verfahren begleitet wurde, haben wir wichtige Signale in Richtung Kulturszene gesetzt.
#4346Auch die Aufstellung des mehrjährig verbindlichen Kulturförderplans für NRW war eine Wegmarke und ein Vorbild für die gesamte Bundesrepublik.
#4347hnliches gilt für den „Kulturrucksack“, den wir in Kooperation mit 220 NRW-Kom munen geschnürt haben, um die kulturelle Bildung in NRW zu stärken.
#4348Damit verfolgten wir die gleiche Zielsetzung wie durch die Weiterführung des Programms „Kultur und Schule“ mit landesweit 7847 Projekten und die Weiterentwicklung des Programms „JeKi“ zum Programm „Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen (JeKits)“.
#4349Im letzten Jahr waren daran 111 Kommunen mit 720 Grundschulen beteiligt.
#4350Diese Programme gilt es zu prä zisieren und passgenauer auszurichten, damit sie noch mehr Kinder und Jugendliche erreichen können.
#4351Verlässliche Kulturförderung – Ein neuer Aufschlag für eine verlässliche Kulturpolitik Ab 2017 brauchen wir kulturpolitisch einen neuen Aufschlag: mehr Förderverlässlich keit, Übertragbarkeit der Mittel und Rücklagenbildung und insgesamt mehr Förderung bei weniger Bürokratie.
#4352So ist es im deutschlandweit wegweisenden NRW-Kulturförder gesetz bereits angelegt.
#4353Der Verfassungsauftrag des Landes NRW – „Kultur, Kunst und Wissenschaft sind durch Land und Gemeinden zu pflegen und zu fördern“ (Art.
#4354Satz 1) – verpflichtet Land und Kommunen, die Kulturförderung haushälterisch dauerhaft sicherzustellen.
#4355Die Kunst und Kulturförderung des Landes soll daher nicht nach Kassenlage, sondern ge sellschaftspolitisch verantwortungsvoll und bedarfsgerecht erfolgen.
#4356Damit tragen wir auch zu einer besseren finanziellen Absicherung von Kunst und Kulturschaffenden bei.
#4357Diese „neue Verlässlichkeit“ kommt gerade den Kommunen in NRW zugute, die seit Jahr und Tag mit über 80 Prozent den weitaus größten Teil der Kunst und Kulturange bote in NRW finanzieren und damit unserem Land die besondere Stärke als Kulturland mit einem der dichtesten Kulturangebote weltweit erhalten.
#4358Kommunale Kulturpolitik – Kultur vor Ort Gerade deshalb gilt es auch, Hürden für die kommunale Kulturpolitik abzubauen.
#4359Kommunale Bibliotheken sollten, genau wie Theater, Museen, Kulturzentren und wis senschaftliche Bibliotheken – sonntags öffnen.
#4360Wir setzten uns dafür ein, die entspre chenden Regelungen zu verändern.
#4361Kooperationsprojekte wie der „Theaterpakt“, aber auch Angebote wie der „Kulturruck sack“ , „JeKits“ oder „Schule und Kultur“ sollen verstärkt werden.
#4362Kinder und Jugendkul turangebote bilden die Grundlage für ein langfristig vielfältiges und breit akzeptiertes Kulturangebot in NRW.
#4363Kultur ist auch ein Spiegelbild der Gesellschaft.
#4364Mit einer Diversity-Strategie in der Kulturpolitik wollen wir dafür sorgen, dass die Kultur vielfältiger und bunter wird.
#4365Dementsprechend sollen bei der Vergabe von Mitteln aus Kulturförderprogrammen Vielfaltsaspekte stärker berücksichtigt werden.
#4366Daher stehen wir auch für die stärkere internationale Vernetzung, den interkulturellen und kreativen Austausch.
#4367Vom Schauspielhaus bis zum soziokulturellen Zentrum ist der Weg nicht weit.
#4368Ob Leerstandsnutzung oder Freiraumbelebung – Kunst und Kulturschaffende, Startups und Kreative brauchen Platz um weitestgehend frei von wirtschaftlichen Zwängen Individu alität und Kreativität ausleben zu können.
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