Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.04.2026 PDF
#4351
Verlässliche Kulturförderung – Ein neuer Aufschlag für eine verlässliche Kulturpolitik Ab 2017 brauchen wir kulturpolitisch einen neuen Aufschlag: mehr Förderverlässlich keit, Übertragbarkeit der Mittel und Rücklagenbildung und insgesamt mehr Förderung bei weniger Bürokratie.
#4352
So ist es im deutschlandweit wegweisenden NRW-Kulturförder gesetz bereits angelegt.
#4353
Der Verfassungsauftrag des Landes NRW – „Kultur, Kunst und Wissenschaft sind durch Land und Gemeinden zu pflegen und zu fördern“ (Art.
#4354
Satz 1) – verpflichtet Land und Kommunen, die Kulturförderung haushälterisch dauerhaft sicherzustellen.
#4355
Die Kunst und Kulturförderung des Landes soll daher nicht nach Kassenlage, sondern ge sellschaftspolitisch verantwortungsvoll und bedarfsgerecht erfolgen.
#4356
Damit tragen wir auch zu einer besseren finanziellen Absicherung von Kunst und Kulturschaffenden bei.
#4357
Diese „neue Verlässlichkeit“ kommt gerade den Kommunen in NRW zugute, die seit Jahr und Tag mit über 80 Prozent den weitaus größten Teil der Kunst und Kulturange bote in NRW finanzieren und damit unserem Land die besondere Stärke als Kulturland mit einem der dichtesten Kulturangebote weltweit erhalten.
#4358
Kommunale Kulturpolitik – Kultur vor Ort Gerade deshalb gilt es auch, Hürden für die kommunale Kulturpolitik abzubauen.
#4359
Kommunale Bibliotheken sollten, genau wie Theater, Museen, Kulturzentren und wis senschaftliche Bibliotheken – sonntags öffnen.
#4360
Wir setzten uns dafür ein, die entspre chenden Regelungen zu verändern.
#4361
Kooperationsprojekte wie der „Theaterpakt“, aber auch Angebote wie der „Kulturruck sack“ , „JeKits“ oder „Schule und Kultur“ sollen verstärkt werden.
#4362
Kinder und Jugendkul turangebote bilden die Grundlage für ein langfristig vielfältiges und breit akzeptiertes Kulturangebot in NRW.
#4363
Kultur ist auch ein Spiegelbild der Gesellschaft.
#4364
Mit einer Diversity-Strategie in der Kulturpolitik wollen wir dafür sorgen, dass die Kultur vielfältiger und bunter wird.
#4365
Dementsprechend sollen bei der Vergabe von Mitteln aus Kulturförderprogrammen Vielfaltsaspekte stärker berücksichtigt werden.
#4366
Daher stehen wir auch für die stärkere internationale Vernetzung, den interkulturellen und kreativen Austausch.
#4367
Vom Schauspielhaus bis zum soziokulturellen Zentrum ist der Weg nicht weit.
#4368
Ob Leerstandsnutzung oder Freiraumbelebung – Kunst und Kulturschaffende, Startups und Kreative brauchen Platz um weitestgehend frei von wirtschaftlichen Zwängen Individu alität und Kreativität ausleben zu können.
#4369
Dem muss vor Ort entsprochen werden.
#4370
Wir GRÜNE setzen uns für eine Verbesserung der Lebens und Arbeitsgrundlagen von Künst ler*innen und anderen Kreativen ein.
#4371
Es gilt, deren Aktivitäten und Veranstaltungen zu fördern.
#4372
Wir wollen die „Freie Szene“ weiterhin und verstärkt fördern.
#4373
Dazu gehört auch, die Arbeit kommunaler Kulturbüros nicht aus den Augen zu verlieren und die Vernet zungsarbeit unserer Landeskulturbüros weiter zu stärken.
#4374
Eine professionalisierte Zwischennutzung leerstehender Gebäude oder von Brach flächen füllt Leerstand mit Leben – mit Gewinn für alle Beteiligten.
#4375
Deshalb wollen wir Initiativen fördern, die Kreative und Eigentümer*innen zusammenbringen.
#4376
Teilhabe an Kultur – Kultur baut Brücken Die Teilhabe an Kunst, Kultur und Sport gehört für die meisten Menschen zu einem lebenswerten Alltag.
#4377
Um diesen Zugang zu gewährleisten, müssen immer wieder Barri eren überwunden und Brücken gebaut werden.
#4378
Wir wollen Kunst und Kultur integrativ und inklusiv ausgestalten.
#4379
Dazu gehört es auch, kulturelle Angebote möglichst barriere frei anzubieten, die interkulturelle Öffnung von Kulturangeboten zu fördern und Koope rationsprojekte zu unterstützen.
#4380
Insbesondere Museen sollten als selbstverständlicher Teil des öffentlichen Raums wahrgenommen und genutzt werden.
#4381
Ermäßigungen in Museen, Theatern und Büchereien sind wichtig, um den Ausschluss ganzer Gruppen vom kulturellen Leben zu verhindern.


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