Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 14.03.2026 PDF
#452
Klimaschutz von unten Klimaschutz „Made in NRW“ ist Klimaschutz von unten: Er findet in den Städten und Dörfern, in den Wohnquartieren, auf den Dächern und in den Heizungskellern unserer Häuser statt.
#453
Er wird in den Produktionshallen unserer Unternehmen, auf den Straßen, Wasserstraßen und auf unseren Schienenwegen vollzogen.
#454
Und er ist in den Küchen und Kantinen unseres Landes ebenso zuhause wie auf dem Bauernhof oder an der Ladentheke.
#455
Bei uns leben 18 Millionen potenzielle Klimagenoss*innen.
#456
Wir setzen auf Trans parenz und Partizipation.
#457
Denn Mitwirkung und Teilhabe stärken unsere Demokratie und schaffen Akzeptanz.
#458
Der Klimaschutzplan ist hierfür ein zentrales politisches In strument.
#459
Seine gesetzlich vorgesehene Fortschreibung nach fünf Jahren werden wir deshalb entschieden angehen.
#460
In diesem Rahmen soll der Klimaschutzplan NRW an die Erfordernisse des Weltklimaabkommens angepasst und konkrete langfristige Ziele für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen Nordrhein-Westfalens festgelegt werden.
#461
Neben einem breiten Beteiligungsverfahren der Zivilgesellschaft sollen die Ziele auch auf die wesentlichen Sektoren (Energiewirtschaft, Industrie, Gebäude, Verkehr, Abfall-, Land und Forstwirtschaft) übertragen werden.
#462
Kommunale Klimaschutzförderung für alle Viele Kommunen und Regionen haben sich bereits auf den Weg gemacht und sich Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien gesetzt oder sich zur Verringerung von Treib hausgasen verpflichtet.
#463
Besonders den Austausch von Ideen, die helfen gemeinsame Ziele zu erreichen, wollen wir unterstützen.
#464
Denn gerade kreative Lösungen im regio nalen Zusammenhang können eine Vorbildfunktion übernehmen.
#465
Solche Vernetzungen von Kreisen, mehreren Kommunen oder größeren Regionen wollen wir deshalb unter stützen.
#466
Das vom Klimaschutzministerium aufgestellte Programm „KommunalerKlima schutz.
#467
NRW“ wollen wir fortführen und weiterentwickeln.
#468
Die Landesverwaltung als Vorbild Wir wollen das gesetzlich verankerte Ziel einer klimaneutralen Landesverwaltung zu einem Vorbild machen und die dazu erforderlichen Investitionsmittel bereitstellen.
#469
Besonders an den Hochschulen spielt die klimafreundliche und ressourcenschonende Ausrichtung eine wichtige Rolle.
#470
Wir wollen in und an Landesliegenschaften, inklusi ve der Hochschulen in Nordrhein-Westfalen, den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben, Neubauten klimafreundlich gestalten und die Aktivitäten des Bau und Liegenschaftsbetriebs des Landes NRW am Klima und Ressourcenschutz orientieren.
#471
Klimaanpassung: Wir machen NRW und seine Kommunen extremwetterfest Selbst durch eine ehrgeizige Klimapolitik – wie mit dem festgelegten Unter-2-Grad Ziel im Klimaschutz – ist der Klimawandel nicht mehr aufzuhalten, sondern bestenfalls einzudämmen.
#472
Eine der größten Herausforderungen besteht deshalb darin, einen Kul turwandel im Denken, Planen und Handeln herbeizuführen.
#473
Es muss insgesamt gelin gen, insbesondere unsere Infrastrukturen und Lebensgrundlagen widerstandsfähiger zu machen.
#474
Sich auf die Folgen des Klimawandels einzustellen und Präventionsmaßnah men zur Schadensvermeidung vorzunehmen muss daher schon heute als essentielle Zukunftsaufgabe von Land und Kommunen verstanden werden.
#475
Der Klimawandel ist auch in NRW längst angekommen.
#476
Er verändert unser Land: Starkregenereignisse nehmen zu, Hitzephasen in den Sommermonaten beeinträchtigen vor allem die Menschen in den urbanen Regionen.
#477
Die Zahl der heißen Tage steigt, die Winter werden feuchter.
#478
Trockenstress belastet die Landwirtschaft.
#479
Bestimmte Insekten und Krankheitserreger und das mit ihnen einhergehende Gefährdungspotenzial breiten sich aus.
#480
Klimaschutz heißt deshalb zunehmend auch Klima(folgen)anpassung.
#481
Wir müs sen NRW (extrem-) wetterfest machen – zum Schutz der Bevölkerung, zur Bewahrung von Natur und Umwelt und zum Nutzen von Wirtschaft und Industrie.
#482
Dabei geht es um Wasserwirtschaft und Hochwasserschutz, Katastrophenschutz, Stadtentwicklung, Wald- und Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe, menschliche Gesundheit und Tourismus.


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