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vom 14.03.2026 PDF
#471
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Klimaanpassung: Wir machen NRW und seine Kommunen extremwetterfest Selbst durch eine ehrgeizige Klimapolitik – wie mit dem festgelegten Unter-2-Grad Ziel im Klimaschutz – ist der Klimawandel nicht mehr aufzuhalten, sondern bestenfalls einzudämmen.
#472Eine der größten Herausforderungen besteht deshalb darin, einen Kul turwandel im Denken, Planen und Handeln herbeizuführen.
#473Es muss insgesamt gelin gen, insbesondere unsere Infrastrukturen und Lebensgrundlagen widerstandsfähiger zu machen.
#474Sich auf die Folgen des Klimawandels einzustellen und Präventionsmaßnah men zur Schadensvermeidung vorzunehmen muss daher schon heute als essentielle Zukunftsaufgabe von Land und Kommunen verstanden werden.
#475Der Klimawandel ist auch in NRW längst angekommen.
#476Er verändert unser Land: Starkregenereignisse nehmen zu, Hitzephasen in den Sommermonaten beeinträchtigen vor allem die Menschen in den urbanen Regionen.
#477Die Zahl der heißen Tage steigt, die Winter werden feuchter.
#478Trockenstress belastet die Landwirtschaft.
#479Bestimmte Insekten und Krankheitserreger und das mit ihnen einhergehende Gefährdungspotenzial breiten sich aus.
#480Klimaschutz heißt deshalb zunehmend auch Klima(folgen)anpassung.
#481Wir müs sen NRW (extrem-) wetterfest machen – zum Schutz der Bevölkerung, zur Bewahrung von Natur und Umwelt und zum Nutzen von Wirtschaft und Industrie.
#482Dabei geht es um Wasserwirtschaft und Hochwasserschutz, Katastrophenschutz, Stadtentwicklung, Wald- und Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe, menschliche Gesundheit und Tourismus.
#483Und es geht auch um Versicherungen und Entschädigungen für Men schen, die von Extremwetterereignissen betroffen wurden.
#484Mit dem Klimaschutzgesetz wurde die Anpassung an den Klimawandel als eines von drei Klimaschutzzielen in NRW gesetzlich verankert und im Klimaschutzplan Strategien zur Bewältigung dieser Herausforderung festgelegt.
#485Wir werden fortfahren, Kommunen bei der Erstellung kommunaler Risikomanage mentkonzepte zu unterstützen, Siedlungs und Infrastrukturen widerstandsfähiger zu machen und die Stabilität und Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts und der Ökosys teme zu erhalten.
#486Auch unsere Forst und die Landwirtschaft müssen sich auf veränderte Klimabedingungen einstellen.
#487Dabei werden wir sie ebenso begleiten.
#488Auch Industrie und Wirtschaft werden wir dabei unterstützen, sich auf die Herausforderungen des Kli mawandels vorzubereiten.
#489ber die Förderung und Unterstützung von Maßnahmen zur Klimaanpassung hinaus benötigen die betroffenen Kommunen – unabhängig von Einzelentscheidungen – Un terstützung bei der Schadensbewältigung.
#490Entsprechend soll das Land zusammen mit den Kommunen einen „Unwetterfonds“ einführen.
#491Mit einem solchen Instrument kann eine schnelle und effiziente Hilfestellung für betroffene Kommunen ermöglicht werden, weil die erforderlichen Strukturen und Regelungen sowie die Mittel geschaffen und etabliert sind und im Bedarfsfall darauf zurückgegriffen werden kann.
#492Strom – Wärme – Mobilität: Energiewende überall Wir erreichen unsere Klimaschutzziele nur, wenn wir unsere gesamte Energieversor gung auf 100 Prozent erneuerbare Energien umstellen und Energieeinsparung sowie Effizienz erreichen.
#493Kohle, Erdgas, Benzin, Diesel und Öl müssen durch Sonne, Wind, Biomasse, Wasser und Geothermie ersetzt werden.
#494Dafür müssen wir die erneuerbaren Energien weiter ausbauen und nach und nach die fossilen Energieträger, allen voran die Kohle, im zukünftigen Energiemix ablösen.
#495Die Energiewende ist nicht nur eine Strom-, sondern gleichzeitig auch eine Mobili täts und Wärmewende.
#496NRW bietet aufgrund seiner hohen Siedlungs und Industrie dichte optimale Voraussetzungen zur Verbindung von erneuerbaren Energiequellen und innovativen Speichertechniken, zur Versorgung aller drei Sektoren.
#497Besonders die Erprobung und Einführung innovativer Mobilitätskonzepte, die Kopplung von Wärme und Stromproduktion sowie die Auskopplung und auch Nutzung von Wärme aus und für Produktionsprozesse in der Industrie können hier gut begonnen werden.
#498Wir treten dafür ein, dass Wärme, Mobilität und Strom Schritt für Schritt auf erneuerbare Energien umgestellt, die Sektoren vernetzt und aufeinander abgestimmt werden.
#499Die Stromversorgung der Zukunft Sonnen und Windenergie sind die zentralen Säulen der Energiewende in NRW.
#500Auch wenn der Weg zu einer Stromversorgung mit 100 Prozent erneuerbaren Energien noch weit erscheint, ist dieses Ziel auch und gerade im Industrieland NRW technisch möglich und wird an einigen Stellen in innovativen Projekten bereits umgesetzt.
#501Damit es jedoch gelingt, müssen wir unser Stromsystem mit den erneuerbaren Ener gien als Basis neu aufstellen.
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