Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 14.03.2026 PDF
#480
Klimaschutz heißt deshalb zunehmend auch Klima(folgen)anpassung.
#481
Wir müs sen NRW (extrem-) wetterfest machen – zum Schutz der Bevölkerung, zur Bewahrung von Natur und Umwelt und zum Nutzen von Wirtschaft und Industrie.
#482
Dabei geht es um Wasserwirtschaft und Hochwasserschutz, Katastrophenschutz, Stadtentwicklung, Wald- und Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe, menschliche Gesundheit und Tourismus.
#483
Und es geht auch um Versicherungen und Entschädigungen für Men schen, die von Extremwetterereignissen betroffen wurden.
#484
Mit dem Klimaschutzgesetz wurde die Anpassung an den Klimawandel als eines von drei Klimaschutzzielen in NRW gesetzlich verankert und im Klimaschutzplan Strategien zur Bewältigung dieser Herausforderung festgelegt.
#485
Wir werden fortfahren, Kommunen bei der Erstellung kommunaler Risikomanage mentkonzepte zu unterstützen, Siedlungs und Infrastrukturen widerstandsfähiger zu machen und die Stabilität und Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts und der Ökosys teme zu erhalten.
#486
Auch unsere Forst und die Landwirtschaft müssen sich auf veränderte Klimabedingungen einstellen.
#487
Dabei werden wir sie ebenso begleiten.
#488
Auch Industrie und Wirtschaft werden wir dabei unterstützen, sich auf die Herausforderungen des Kli mawandels vorzubereiten.
#489
ber die Förderung und Unterstützung von Maßnahmen zur Klimaanpassung hinaus benötigen die betroffenen Kommunen – unabhängig von Einzelentscheidungen – Un terstützung bei der Schadensbewältigung.
#490
Entsprechend soll das Land zusammen mit den Kommunen einen „Unwetterfonds“ einführen.
#491
Mit einem solchen Instrument kann eine schnelle und effiziente Hilfestellung für betroffene Kommunen ermöglicht werden, weil die erforderlichen Strukturen und Regelungen sowie die Mittel geschaffen und etabliert sind und im Bedarfsfall darauf zurückgegriffen werden kann.
#492
Strom – Wärme – Mobilität: Energiewende überall Wir erreichen unsere Klimaschutzziele nur, wenn wir unsere gesamte Energieversor gung auf 100 Prozent erneuerbare Energien umstellen und Energieeinsparung sowie Effizienz erreichen.
#493
Kohle, Erdgas, Benzin, Diesel und Öl müssen durch Sonne, Wind, Biomasse, Wasser und Geothermie ersetzt werden.
#494
Dafür müssen wir die erneuerbaren Energien weiter ausbauen und nach und nach die fossilen Energieträger, allen voran die Kohle, im zukünftigen Energiemix ablösen.
#495
Die Energiewende ist nicht nur eine Strom-, sondern gleichzeitig auch eine Mobili täts und Wärmewende.
#496
NRW bietet aufgrund seiner hohen Siedlungs und Industrie dichte optimale Voraussetzungen zur Verbindung von erneuerbaren Energiequellen und innovativen Speichertechniken, zur Versorgung aller drei Sektoren.
#497
Besonders die Erprobung und Einführung innovativer Mobilitätskonzepte, die Kopplung von Wärme und Stromproduktion sowie die Auskopplung und auch Nutzung von Wärme aus und für Produktionsprozesse in der Industrie können hier gut begonnen werden.
#498
Wir treten dafür ein, dass Wärme, Mobilität und Strom Schritt für Schritt auf erneuerbare Energien umgestellt, die Sektoren vernetzt und aufeinander abgestimmt werden.
#499
Die Stromversorgung der Zukunft Sonnen und Windenergie sind die zentralen Säulen der Energiewende in NRW.
#500
Auch wenn der Weg zu einer Stromversorgung mit 100 Prozent erneuerbaren Energien noch weit erscheint, ist dieses Ziel auch und gerade im Industrieland NRW technisch möglich und wird an einigen Stellen in innovativen Projekten bereits umgesetzt.
#501
Damit es jedoch gelingt, müssen wir unser Stromsystem mit den erneuerbaren Ener gien als Basis neu aufstellen.
#502
Mit Sonne und Wind als Grundpfeiler brauchen wir Er gänzungen, die fluktuierende Stromproduktion und schwankenden Stromverbrauch miteinander in Einklang bringen.
#503
Dafür ist der Dreiklang von flexiblen Lasten, inno vativem Netzausbau und Speicherung die entscheidende Grundlage.
#504
Wir wollen NRW deshalb zur Nr.
#505
in der Forschung, technischen Entwicklung, Demonstration und Markt einführung von neuen zukunftsfähigen und nachhaltigen Technologien machen.
#506
Die Bundesregierung bremst den Ausbau der erneuerbaren Energien massiv, daher können die gesetzten NRW-Ziele voraussichtlich erst später als beabsichtigt erreicht werden.
#507
Gleichwohl halten wir Kurs: Bis zum Jahr 2030 sollen 50 Prozent des Stromver brauchs in NRW aus den erneuerbaren Energien stammen.
#508
Dazu soll die Windstromproduktion bis zum Jahr 2020 15 Prozent und bis 2030 30 Prozent zum Stromverbrauch beitragen.
#509
Die Windenergie hat in Nordrhein-Westfalen das größte Potenzial aller erneuerba ren Energien.
#510
Wir wollen den Ausbau und das Repowering von Windenergieanlagen weiterhin durch einen aktuellen Windenergieerlass, aktuelle Leitfäden für bestimmte Teilbereiche und ein gutes Beratungs und Mediationsangebot unterstützen.


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