Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 14.03.2026 PDF
#496
NRW bietet aufgrund seiner hohen Siedlungs und Industrie dichte optimale Voraussetzungen zur Verbindung von erneuerbaren Energiequellen und innovativen Speichertechniken, zur Versorgung aller drei Sektoren.
#497
Besonders die Erprobung und Einführung innovativer Mobilitätskonzepte, die Kopplung von Wärme und Stromproduktion sowie die Auskopplung und auch Nutzung von Wärme aus und für Produktionsprozesse in der Industrie können hier gut begonnen werden.
#498
Wir treten dafür ein, dass Wärme, Mobilität und Strom Schritt für Schritt auf erneuerbare Energien umgestellt, die Sektoren vernetzt und aufeinander abgestimmt werden.
#499
Die Stromversorgung der Zukunft Sonnen und Windenergie sind die zentralen Säulen der Energiewende in NRW.
#500
Auch wenn der Weg zu einer Stromversorgung mit 100 Prozent erneuerbaren Energien noch weit erscheint, ist dieses Ziel auch und gerade im Industrieland NRW technisch möglich und wird an einigen Stellen in innovativen Projekten bereits umgesetzt.
#501
Damit es jedoch gelingt, müssen wir unser Stromsystem mit den erneuerbaren Ener gien als Basis neu aufstellen.
#502
Mit Sonne und Wind als Grundpfeiler brauchen wir Er gänzungen, die fluktuierende Stromproduktion und schwankenden Stromverbrauch miteinander in Einklang bringen.
#503
Dafür ist der Dreiklang von flexiblen Lasten, inno vativem Netzausbau und Speicherung die entscheidende Grundlage.
#504
Wir wollen NRW deshalb zur Nr.
#505
in der Forschung, technischen Entwicklung, Demonstration und Markt einführung von neuen zukunftsfähigen und nachhaltigen Technologien machen.
#506
Die Bundesregierung bremst den Ausbau der erneuerbaren Energien massiv, daher können die gesetzten NRW-Ziele voraussichtlich erst später als beabsichtigt erreicht werden.
#507
Gleichwohl halten wir Kurs: Bis zum Jahr 2030 sollen 50 Prozent des Stromver brauchs in NRW aus den erneuerbaren Energien stammen.
#508
Dazu soll die Windstromproduktion bis zum Jahr 2020 15 Prozent und bis 2030 30 Prozent zum Stromverbrauch beitragen.
#509
Die Windenergie hat in Nordrhein-Westfalen das größte Potenzial aller erneuerba ren Energien.
#510
Wir wollen den Ausbau und das Repowering von Windenergieanlagen weiterhin durch einen aktuellen Windenergieerlass, aktuelle Leitfäden für bestimmte Teilbereiche und ein gutes Beratungs und Mediationsangebot unterstützen.
#511
Wir wollen durch Informationen, Beratung und Dialogangebote die Akzeptanz, insbesondere von Windenergieanlagen, vor Ort unterstützen.
#512
Dabei bieten besonders Bürger*innenwind parks eine Möglichkeit, die lokale Akzeptanz zu stärken.
#513
Dort, wo es sinnvoll ist, wollen wir Windenergie im wirtschaftlich genutzten Wald unter Berücksichtigung der ökologi schen Funktionen des Waldes weiter vorantreiben.
#514
Wir wollen den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen sowohl auf Eigenheimen als auch auf Mietshäusern und gewerblich genutzten Gebäuden weiter forcieren.
#515
Ohne weitere Flächenversieglung ist es so möglich, die erneuerbaren Energien weiter auszubauen.
#516
Freiflächen-Solaranlagen sollen auf Altdeponien, Altlastenflächen, Konversions oder Brachflächen sowie entlang von Infrastrukturachsen konzentriert werden.
#517
Hier haben wir im Landesentwicklungsplan NRW sinnvolle Kriterien vorgegeben, die wir anwenden wollen.
#518
Neben Sonne und Wind als den tragenden Säulen der Energiewende in Deutschland sind auch alle anderen erneuerbaren Energien wichtig, um das Ziel einer 100-prozenti gen Energieversorgung aus erneuerbaren Energien zu erreichen.
#519
Darum wollen wir den Biomasseanbau in Einklang mit einer nachhaltigen, biologi- schen Landwirtschaft bringen und unterstützen die Nutzung von Grünschnitt und Le bensmittelabfällen in Biomasseanlagen.
#520
Außer für die Nutzung der Abwärme müssen die Biomasseanlagen technisch so ausgestattet werden, dass sie flexibel Strom in das Netz einspeisen.
#521
Denn als einzige Erneuerbare Energie kann Biomasse flexibel auf die fluktuierende Einspeisung der Photovoltaik und Windenergieanlagen reagieren.
#522
Auch die überschaubaren Potenziale der Wasserkraft in Nordrhein-Westfalen leisten ihren Beitrag zum Strommix der Zukunft.
#523
Wir wollen Wasserkraftstandorte unter ökolo gischen Aspekten weiterentwickeln, so dass die Anforderungen der Wasserrahmenricht linie umgesetzt werden können.
#524
Die Geothermie kann besonders bei der Wärmegewinnung eine wichtige Rolle über nehmen und in Verbindung mit Wärmenetzen auch über den direkten Standort hinaus Wärme zur Verfügung stellen.
#525
Dabei gilt für uns, dass der Grundwasserschutz oberste Priorität haben muss.
#526
Der Ausbau erneuerbarer Energien und der Erhalt der biologischen Vielfalt NRWs ge hören für uns untrennbar zusammen.


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