Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 14.03.2026 PDF
#570
Denn Strom wird nicht mehr immer dann produziert werden, wenn er benötigt wird.
#571
Daher muss er gespeichert werden, wenn Überkapazität produziert wird, um ihn dann verwenden zu können, wenn zu wenig Strom aus Sonne und Wind gewonnen werden kann.
#572
Mit seiner vielfältigen und innovativen Forschungslandschaft hat NRW die Möglichkeit, Speicherland Nr.
#573
in Deutschland zu werden.
#574
Durch die Erforschung und Entwicklung verschiedenster Speichertechnologien und Systemlösungen in Aachen, Jülich, Münster, Oberhausen, Herten und vielen weiteren Standorten sowie durch die Markterprobung und den Einsatz von Speichertechnologien durch viele Unternehmen in NRW bietet sich hier eine Chance für das Energiesystem der Zukunft, die wir nutzen wollen.
#575
Dazu zählt auch, dort, wo Technologien und Planungen 36 37 schon ausgereift und nutzbar sind – zum Beispiel im Bereich der unter und oberirdischen Pumpspeicherkraftwerke – die erforderlichen Planungsverfahren frühzeitig auf den Weg zu bringen und die Unternehmen bei diesem Prozess zu begleiten.
#576
Hier bieten sich auch große Chancen für Speichertechnologien aus NRW, marktführend bestimmend zu werden und damit wirtschaftliche Erfolge zu generieren.
#577
Dafür wollen wir die Rahmenbedingun gen verbessern, Pilotprojekte ermöglichen und Förderprogramme ausbauen.
#578
Power to Gas Neben der Weiterführung und dem Ausbau der Forschung im Bereich bereits etablierter Technologien wollen wir innovative Technologien und Forschungsansätze unterstützen.
#579
Dazu gehören auch die Entwicklung von „Power-to-Gas-Anlagen“ und ihre systemati sche Vernetzung.
#580
Wir fordern deshalb die Umlagebefreiung für „Power-to-Gas-Anlagen“ an ihren Standorten sowie die Anerkennung des dort gewonnenen Wasserstoffs bzw.
#581
Methans als erneuerbare Energiequelle, wenn der Strom zu deren Produktion aus er neuerbaren Quellen stammte.
#582
An zwei Pilotstandorten soll die Verbindung von Erneuerbare-Energien und Power to-Gas-Anlagen weiterentwickelt werden.
#583
An einem Standort soll die Möglichkeit der industriellen Nutzung, an einem zweiten die Verknüpfung von Power-to-Gas mit einem Blockheizkraftwerk sowie die Versorgung einer Gastankstelle für klimafreundliche Fahr zeuge erprobt werden.
#584
Die Forschung zum Energieträger Wasserstoff, zur Methanisie rung, industriellen Nutzung und dezentralen Anwendung sowie der dafür benötigten Infrastruktur soll weitergeführt werden.
#585
Intelligente Netze (Smart Grids), virtuelles Kraftwerk und Lastmanagement Durch eine intelligente Steuerung kann das Stromnetz optimiert und der produzierte Strom optimal genutzt werden.
#586
Wir wollen Pilotprojekte und Forschung an Techniken zur intelligenten Steuerung der Netze weiterhin unterstützen und dabei den Fokus be sonders auf den steigenden Anteil an erneuerbaren Energien im Stromnetz legen.
#587
Auch virtuelle Kraftwerke werden in der Zukunft immer wichtiger werden.
#588
Der Zu sammenschluss verschiedener Energieerzeugungsanlagen, Lasten und Speichertechno logien soll dazu führen, dass ein Konstrukt aus verschiedenen Anlagen entsteht, das ähnlich einem Großkraftwerk sicher ausreichend Strom bereitstellt.
#589
Dabei unterstüt zen wir regionale Konzepte, die lokale Akteure zusammenbinden, und fördern einen regionalen Zusammenschluss von Erneuerbare-Energie-Betreibern.
#590
Deshalb wollen wir Pilotvorhaben für regionale virtuelle Kraftwerke, in denen dezentrale Windenergie und Solaranlagen mit regionalen Biomasse-Blockheizkraftwerken, KWK-Anlagen, dem Last management und Speichern zur Sicherung der Versorgung mit erneuerbaren Energien intelligent verknüpft werden, ausbauen und vertiefen.
#591
Ein weiterer wichtiger Aspekt zur Stabilisierung unserer Stromversorgung ist das Lastmanagement.
#592
Hier besteht besonders in unserem industriell geprägten Bundesland noch ein großes Potenzial.
#593
Wir wollen Unternehmen bei der Umstellung von Prozessen, die Lastmanagement ermöglichen, unterstützen und werden uns auf Bundesebene da für einsetzen, dass die bestehenden diesbezüglichen Hürden abgebaut werden.
#594
Den Einsatz von erneuerbaren Energien anders organisieren Die Verzahnung der drei Sektoren Strom, Wärme und Verkehr bietet für die Energie wende viele Vorteile.
#595
So kann zum Beispiel die Sektorenkopplung bei Netzengpäs sen helfen: Statt Anlagen zwischenzeitlich abschalten zu müssen, kann deren Strom beispielsweise zur Gewinnung von Wärme oder Wasserstoff für ein Wasserstoffauto verwendet oder Elektroautos können zwischenzeitlich als Speicher genutzt werden.
#596
Bisher finden diese Möglichkeiten noch zu wenig Beachtung.
#597
Deshalb werden wir uns dafür einsetzen, dass die bestehenden Hürden abgebaut und Forschung und innovative Projekte im Bereich der Sektorenkopplung unterstützt werden.
#598
Oftmals wird zudem zu wenig betrachtet, welches große Potenzial in der Verbin dung zwischen erneuerbaren Energien, Gewerbe und Industrie liegt.
#599
Deshalb setzen wir uns für die Einrichtung einer Dialogplattform „Erneuerbare Energien und Indust rie“ ein, wie sie der Klimaschutzplan NRW vorsieht.
#600
Außerdem wollen wir 100 Gewer begebiete in Nordrhein-Westfalen vorrangig mit erneuerbaren Energien entwickeln, um zu zeigen, dass sich sichere Energieversorgung und Erneuerbare Energien nicht widersprechen.


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