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vom 14.03.2026 PDF
#601
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Klimaschutz-Know-how für die Energiewende aus NRW Wir wollen die Energiewende in all ihren Facetten weiterführen und dazu den For schungs und Wissenschaftsstandort NRW für erneuerbare Energien, Systemlösungen, Speichertechnologien und für die Energiewirtschaft stärken und ausbauen.
#602Darüber hin aus brauchen wir einen Thinktank „Systemtransformation“.
#603Denn um alle Auswirkungen und Wechselwirkungen in einem sich wandelnden Strom-, Wärme und Mobilitätsmarkt im Auge behalten und neu gestalten zu können, bedarf es eines interdisziplinären Austauschs und einer ganzheitlichen Herangehensweise.
#604Weitere Kompetenz muss im rechts und finanzwirtschaftlichen Bereich geschaffen werden.
#605Dazu schlagen wir für den Rechtsbereich die Einrichtung eines Institutes für das Recht der Energiewende (zum Beispiel angegliedert an vorhandene universitäre Bereiche) vor und für Finanzfragen der Energiewende die Erweiterung der EnergieAgentur.
#606NRW um einen entsprechenden Kompetenzbereich.
#607Die vielfältige Forschungsinstituts und Hochschullandschaft in NRW zu den Themenfeldern Klimaschutz, Energie und Ressourcen wollen wir zu einer virtuellen Klima und Ressourcenuniversität verknüpfen.
#608Wir setzen uns für eine Klimastiftung in NRW ein, um Klimaschutz und Energiewende als zivilgesellschaftlichen Prozess fest im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.
#609Wärmestrategie für NRW Wir fordern eine Wärmestrategie zugunsten der klimafreundlichen Wärme und Kältege winnung, die die Nah und Fernwärmenutzung, den Ausbau der erneuerbaren Energien im Wärmebereich und die energetische Sanierung im Quartier vorsieht.
#610Dabei wollen wir die Industrie und Gewerbegebiete wegen der dort verfügbaren Abwärmequellen und deren Nutzung im Nah und Fernwärmenetzverbund mit einbeziehen.
#611Durch eine integrierte kommunale Wärmeplanung, die sich an den Besonderhei ten der jeweiligen Kommune bzw.
#612dem jeweiligen Quartier orientiert, können örtliche Wärmekonzepte entwickelt und umgesetzt werden, an denen sich die zukünftige Wär meversorgung orientiert.
#613Deshalb setzen wir uns für die Unterstützung und Förderung von Kommunen ein, die derartige Wärmeplanungen auflegen wollen.
#614Ein Netzwerk von Kommunen, die sich mit innovativen Konzepten und Projekten auf dem Feld erneuer barer Wärme engagieren und die Wärmewende vor Ort voranbringen wollen, wollen wir unterstützen.
#615Die Versorgung unserer Wohn und der für das Industrieland NRW typischen Gewer be und Industriegebäude mit Wärme und Kälte ist der größte Posten in unserer Ener giebilanz: 40 Prozent werden für Raumheizung und Warmwasserversorgung benötigt.
#616Daher ist die energetische Sanierung unseres Gebäudebestandes der Schlüssel zur Energiewende.
#617Deshalb fordern wir die Verabschiedung eines Effizienz und Erneuerbare-Energien Wärmegesetzes für NRW, bei dem die Erfahrungen aus Baden-Württemberg berücksich tigt werden.
#618Darüber hinaus fordern wir auf Bundesebene, dass im Baurecht deutlich verschärfte Vorgaben zur Licht und Wärmeeffizienz insbesondere mit dem primären Fokus auf der Verminderung klimaschädlicher Treibhausgase, verankert werden.
#619Außer durch die Wärmeversorgung können dabei auch durch die Nutzung von Strom, der im Quartier erzeugt wird, Immobilieneigentümer*innen und Mieter*innen gleichermaßen profitieren.
#620Wir fordern den Abbau bestehender technischer, rechtlicher und steuerlicher Hürden, um die weitere Verbreitung derartiger Mieter*innen bzw.
#621Quartiersmodelle zu forcieren.
#622Die oberflächennahe Geothermie wollen wir stärker nutzen und die Potenziale der erneuerbaren Tiefengeothermie besser erforschen, erkunden und unter Wahrung des Grundwasserschutzes nutzen.
#623Das große Ziel, die Nah und Fernwärmeversorgung an Rhein und Ruhr erneuerbar zu gestalten, könnte damit verwirklicht werden.
#624Die Wär meversorgung muss sozialverträglich modernisiert werden – mit leistungsfähigen Nahwärmenetzen und der dezentralen Nutzung von erneuerbaren Energien und Abwär me.
#625Ganze Stadtviertel sollen gemeinsam ihre Wärmezukunft gestalten.
#626Kraft-Wärme-Kopplung ausbauen und erneuerbar gestalten Wir wollen die hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) mit Nachdruck weiter aus bauen.
#627Bis 2020 muss die dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) 33 Prozent unseres Stromes erzeugen.
#628Neben eigenen Maßnahmen werden wir uns auf Bundesebene wei terhin für den notwendigen gesetzlichen Rahmen für die KWK-Förderung einsetzen und darauf drängen, dass die Neuanlagen-Förderung auf industrielle und klimafreundliche KWK ausgerichtet wird.
#629Wir werden darauf drängen, dass Nah und Fernwärme weiter ausgebaut und verdichtet werden, und wollen den weiteren Ausbau und die Ballung von Fern und Nahwärmesystemen sowie die Objektversorgung durch KWK-Anlagen vorantreiben.
#630Projekte dazu sind bereits gestartet: der Ausbau der Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr beispielsweise, die Fernwärmeversorgungsprojekte in Köln und Düsseldorf oder die KWK-Modellkommunen.
#631Die Bauentscheidungen für die KWK-Gaskraftwerke in Köln und Düsseldorf sowie die geplanten Anlagen in den Chemieparks Leverkusen und Krefeld sind wichtige Bausteine zur klimafreundlichen Deckung des Wärmebedarfs.
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