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vom 14.03.2026 PDF
#610
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Dabei wollen wir die Industrie und Gewerbegebiete wegen der dort verfügbaren Abwärmequellen und deren Nutzung im Nah und Fernwärmenetzverbund mit einbeziehen.
#611Durch eine integrierte kommunale Wärmeplanung, die sich an den Besonderhei ten der jeweiligen Kommune bzw.
#612dem jeweiligen Quartier orientiert, können örtliche Wärmekonzepte entwickelt und umgesetzt werden, an denen sich die zukünftige Wär meversorgung orientiert.
#613Deshalb setzen wir uns für die Unterstützung und Förderung von Kommunen ein, die derartige Wärmeplanungen auflegen wollen.
#614Ein Netzwerk von Kommunen, die sich mit innovativen Konzepten und Projekten auf dem Feld erneuer barer Wärme engagieren und die Wärmewende vor Ort voranbringen wollen, wollen wir unterstützen.
#615Die Versorgung unserer Wohn und der für das Industrieland NRW typischen Gewer be und Industriegebäude mit Wärme und Kälte ist der größte Posten in unserer Ener giebilanz: 40 Prozent werden für Raumheizung und Warmwasserversorgung benötigt.
#616Daher ist die energetische Sanierung unseres Gebäudebestandes der Schlüssel zur Energiewende.
#617Deshalb fordern wir die Verabschiedung eines Effizienz und Erneuerbare-Energien Wärmegesetzes für NRW, bei dem die Erfahrungen aus Baden-Württemberg berücksich tigt werden.
#618Darüber hinaus fordern wir auf Bundesebene, dass im Baurecht deutlich verschärfte Vorgaben zur Licht und Wärmeeffizienz insbesondere mit dem primären Fokus auf der Verminderung klimaschädlicher Treibhausgase, verankert werden.
#619Außer durch die Wärmeversorgung können dabei auch durch die Nutzung von Strom, der im Quartier erzeugt wird, Immobilieneigentümer*innen und Mieter*innen gleichermaßen profitieren.
#620Wir fordern den Abbau bestehender technischer, rechtlicher und steuerlicher Hürden, um die weitere Verbreitung derartiger Mieter*innen bzw.
#621Quartiersmodelle zu forcieren.
#622Die oberflächennahe Geothermie wollen wir stärker nutzen und die Potenziale der erneuerbaren Tiefengeothermie besser erforschen, erkunden und unter Wahrung des Grundwasserschutzes nutzen.
#623Das große Ziel, die Nah und Fernwärmeversorgung an Rhein und Ruhr erneuerbar zu gestalten, könnte damit verwirklicht werden.
#624Die Wär meversorgung muss sozialverträglich modernisiert werden – mit leistungsfähigen Nahwärmenetzen und der dezentralen Nutzung von erneuerbaren Energien und Abwär me.
#625Ganze Stadtviertel sollen gemeinsam ihre Wärmezukunft gestalten.
#626Kraft-Wärme-Kopplung ausbauen und erneuerbar gestalten Wir wollen die hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) mit Nachdruck weiter aus bauen.
#627Bis 2020 muss die dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) 33 Prozent unseres Stromes erzeugen.
#628Neben eigenen Maßnahmen werden wir uns auf Bundesebene wei terhin für den notwendigen gesetzlichen Rahmen für die KWK-Förderung einsetzen und darauf drängen, dass die Neuanlagen-Förderung auf industrielle und klimafreundliche KWK ausgerichtet wird.
#629Wir werden darauf drängen, dass Nah und Fernwärme weiter ausgebaut und verdichtet werden, und wollen den weiteren Ausbau und die Ballung von Fern und Nahwärmesystemen sowie die Objektversorgung durch KWK-Anlagen vorantreiben.
#630Projekte dazu sind bereits gestartet: der Ausbau der Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr beispielsweise, die Fernwärmeversorgungsprojekte in Köln und Düsseldorf oder die KWK-Modellkommunen.
#631Die Bauentscheidungen für die KWK-Gaskraftwerke in Köln und Düsseldorf sowie die geplanten Anlagen in den Chemieparks Leverkusen und Krefeld sind wichtige Bausteine zur klimafreundlichen Deckung des Wärmebedarfs.
#632Sie können einen Ausgleich zur schwankenden Stromerzeugung erneuerbarer Energien leisten.
#633Deshalb ist es entscheidend, dass die Rahmenbedingungen so ausgestaltet sind und werden, dass KWK-Gaskraftwerke sowie industrielle Anlagen wirtschaftlich betrie ben werden können.
#634Hierfür werden wir uns auf allen Ebenen einsetzen.
#635Das KWK-Ge setz muss in der Weise fortgeschrieben werden, dass wirksame Anreize dafür geschaffen werden, die alten Bestandsanlagen in den Industrieparks Nordrhein-Westfalens recht zeitig durch neue, hocheffiziente Gas-KWK-Anlagen zu ersetzen.
#636Auch zukünftig bietet die KWK mit ihren Nah und Fernwärmenetzen viele Möglich keiten.
#637So gibt es KWK-Anlagen, die erneuerbar betrieben werden können, zum Beispiel mit Hackschnitzeln oder Biogas.
#638Auch können so betriebene Wärmeanlagen ihre Wärme in Nah und Fernwärmenetze einspeisen.
#639Wir wollen dafür sorgen, dass in diesen Net zen von fossilen auf erneuerbare Energieträger umgestellt wird.
#640Deshalb wollen wir Projekte unterstützen, die die Einspeisung von mit erneuerbaren Energien betriebenen Wärmeanlagen in Nah und Fernwärmenetze im Fokus haben.
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