Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 14.03.2026 PDF
#662
Wir fordern die regelmäßige Anpassung der ALG-II-Sätze an die steigenden Energiekosten und setzen uns für eine aufsuchende Energieberatung ein.
#663
Die aktuelle Tarifgestaltung belohnt oftmals einen hohen Energieverbrauch.
#664
Deshalb setzen wir uns für eine Tarifgestaltung ein, die den geringen Energieverbrauch begüns tigt, zum Beispiel durch die kostenneutrale Einführung linearer Stromtarife oder durch die Abschaffung von Grundgebühren beziehungsweise -preisen.
#665
Gleichzeitig wollen wir die Möglichkeiten von Menschen mit geringem Einkommen stärken, Energie einzusparen.
#666
Unterstützen können hierbei die aufsuchende Energieberatung sowie Finanzie rungsmodelle für energiesparende Geräte, die besonders Menschen mit geringem Ein kommen berücksichtigen.
#667
Modellprojekte für Mieter*innenstrom Wir wollen ein Förderprogramm „100 Modellprojekte für Mieter*innenstrom“.
#668
Bisher profitieren Mieter*innen nicht von Solaranlagen auf dem Dach ihrer Häuser.
#669
Dabei könn te der Strom aus den Anlagen über Mieter*innenstrommodelle auch Mieter*innen die Teilhabe an den Vorteilen der Energiewende ermöglichen.
#670
Wir wollen uns dafür einset zen, dass Mieter*innenstrommodelle möglich werden, und uns auf Bundesebene für die notwendigen gesetzlichen Änderungen einsetzen, um Mieter*innenstrommodelle einfa cher zu gestalten.
#671
Um aufzuzeigen, welchen Vorteil Mieter*innenstrommodelle mit sich bringen, wollen wir 100 Modellprojekte unterstützen.
#672
Handwerkerhäuser als regionale Energieinformationszentren In den eigenen vier Wänden lässt sich im Durchschnitt rund ein Drittel Energie ein sparen.
#673
Mit verschiedenen Projekten wurden private Haushalte in NRW bisher mittels Beratungsangeboten und Motivationskampagnen für das Energiesparen gewonnen.
#674
Es besteht weiterhin großer Informationsbedarf über Wärmedämmung, Eigenversorgung, Energieeinsparung, Effizienz und Haustechnik.
#675
Zusammen mit Handwerkerinitiativen und den Handwerkskammern wollen wir flächendeckend Handwerkerhäuser als Mo dell-, Ausstellungs und Anschauungsorte zum Erwerb von Energiekompetenz sowie als Anlauf und Treffpunkt für alle, vom Handwerk bis zum Endverbraucher, entwickeln.
#676
Sie sollen zugleich als regionale Energieinformationszentren fungieren.
#677
Auch die Initiati ven von lokalen Energiegruppen hin zu regionalen Energieinformationszentren sollen unterstützt werden.
#678
Stadtwerke: Rückgrat der Energiewende Die Stadtwerke bilden als bürger*innennahe Unternehmen der regionalen und kommu nalen Daseinsvorsorge das Rückgrat der Energiewende.
#679
Sie stärken durch ihre Nähe zu den Menschen die Teilhabe und damit die Akzeptanz des Klimaschutzes vor Ort.
#680
Ein wesentlicher Beitrag wird von den Stadtwerken zukünftig durch den notwendi- gen Netz und Speicherausbau geleistet werden müssen.
#681
Dabei kommt insbesondere 42 43 der Verteilnetzebene vor dem Hintergrund einer zunehmenden Dezentralisierung der Stromversorgung eine besondere und wachsende Bedeutung zu.
#682
Wir fordern deshalb: Für die Kommunen müssen die rechtlichen Grundlagen und die wirtschaftlichen Mög lichkeiten zur Rekommunalisierung der Netze optimiert werden.
#683
Zur Erhöhung der Akzeptanz sollen darüber hinaus statt neuer Freilandleitungen im Netzausbau Erdver kabelungen und andere innovative Lösungen zum Einsatz kommen.
#684
Auch wollen wir die Stadtwerke stärken und ihre Handlungsmöglichkeiten mit jenen anderer Energieversor gungsunternehmen gleichstellen, um einen fairen Wettbewerb zu erreichen.
#685
Dazu gehö ren für uns insbesondere auch Dienstleistungen im Bereich intelligente Zähler (Smart Metering), Elektromobilität und Energiemanagement.
#686
Der Klimaschutz braucht den Kohleausstieg: Kohlekonsens und Kohleausstiegsgesetz Eine erfolgreiche Energiewende kann es nur geben, wenn wir die Weichen für einen Kohleausstieg stellen.
#687
Die Beschlüsse von Paris erfordern für die Klimaschutzpolitik von Bund und Land deutlich größere Anstrengungen.
#688
Ein ambitionierterer und schnellerer Kohleausstieg spielt dabei eine zentrale Rolle.
#689
Mit der ersten Verkleinerung eines genehmigten Tagebaus in Deutschland im Fall von Garzweiler II haben wir einen wichtigen Schritt in Richtung Abschied von der Koh le gemacht.
#690
Nun folgen die nächsten konsequenten Schritte.
#691
Schon heute müssen die Weichen für eine Zukunft mit 100 Prozent erneuerbaren Energien gestellt werden, in der nach Atomenergie auch die Kohle als Energieträger keine Rolle mehr spielen wird.
#692
Hierfür benötigen alle Beteiligten Planungssicherheit: Unternehmen, Mitarbeiter*in nen, Investor*innen, Energieversorger und die gesamte Zivilgesellschaft.


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