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vom 14.03.2026 PDF
#678
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Stadtwerke: Rückgrat der Energiewende Die Stadtwerke bilden als bürger*innennahe Unternehmen der regionalen und kommu nalen Daseinsvorsorge das Rückgrat der Energiewende.
#679Sie stärken durch ihre Nähe zu den Menschen die Teilhabe und damit die Akzeptanz des Klimaschutzes vor Ort.
#680Ein wesentlicher Beitrag wird von den Stadtwerken zukünftig durch den notwendi- gen Netz und Speicherausbau geleistet werden müssen.
#681Dabei kommt insbesondere 42 43 der Verteilnetzebene vor dem Hintergrund einer zunehmenden Dezentralisierung der Stromversorgung eine besondere und wachsende Bedeutung zu.
#682Wir fordern deshalb: Für die Kommunen müssen die rechtlichen Grundlagen und die wirtschaftlichen Mög lichkeiten zur Rekommunalisierung der Netze optimiert werden.
#683Zur Erhöhung der Akzeptanz sollen darüber hinaus statt neuer Freilandleitungen im Netzausbau Erdver kabelungen und andere innovative Lösungen zum Einsatz kommen.
#684Auch wollen wir die Stadtwerke stärken und ihre Handlungsmöglichkeiten mit jenen anderer Energieversor gungsunternehmen gleichstellen, um einen fairen Wettbewerb zu erreichen.
#685Dazu gehö ren für uns insbesondere auch Dienstleistungen im Bereich intelligente Zähler (Smart Metering), Elektromobilität und Energiemanagement.
#686Der Klimaschutz braucht den Kohleausstieg: Kohlekonsens und Kohleausstiegsgesetz Eine erfolgreiche Energiewende kann es nur geben, wenn wir die Weichen für einen Kohleausstieg stellen.
#687Die Beschlüsse von Paris erfordern für die Klimaschutzpolitik von Bund und Land deutlich größere Anstrengungen.
#688Ein ambitionierterer und schnellerer Kohleausstieg spielt dabei eine zentrale Rolle.
#689Mit der ersten Verkleinerung eines genehmigten Tagebaus in Deutschland im Fall von Garzweiler II haben wir einen wichtigen Schritt in Richtung Abschied von der Koh le gemacht.
#690Nun folgen die nächsten konsequenten Schritte.
#691Schon heute müssen die Weichen für eine Zukunft mit 100 Prozent erneuerbaren Energien gestellt werden, in der nach Atomenergie auch die Kohle als Energieträger keine Rolle mehr spielen wird.
#692Hierfür benötigen alle Beteiligten Planungssicherheit: Unternehmen, Mitarbeiter*in nen, Investor*innen, Energieversorger und die gesamte Zivilgesellschaft.
#693Deshalb tre ten wir für einen Kohlekonsens ein, der am Ende in einem Kohleausstiegsgesetz alle Kohlekraftwerke in Deutschland umfasst.
#694Darin müssen die Rahmenbedingungen un ter Maßgabe der gesetzlich definierten Klimaschutzziele und einer sozialverträglichen Ausgestaltung verlässlich definiert werden.
#695Wir suchen den Dialog mit allen Menschen und Organisationen, die von einem Kohleausstieg betroffen sind, insbesondere mit den Beschäftigten und Gewerkschaften in der Energiewirtschaft, in Kraftwerken und in der Zulieferindustrie.
#696Entscheidend ist: Der Kohleausstieg beginnt jetzt.
#697Der Zielkorridor für die gesetzlich festgelegten Restlaufzeiten der jeweiligen Kohlekraftwerke soll bundesweit für die nächs ten zwei Jahrzehnte abschließend definiert werden.
#698Dazu wollen wir in der kommenden Legislatur die erforderlichen Entscheidungen treffen.
#699Deshalb ist es wichtig, dass die äl testen und damit klimaschädlichsten Kohlemeiler schnellstmöglich vom Netz gehen.
#700So wird unserer Verantwortung beim Klimaschutz Rechnung getragen und gleichzeitig wer den die im deutschen Strommarkt vorhandenen Überkapazitäten reduziert.
#701Denn diese verstopfen das Stromnetz und behindern so den Ausbau der erneuerbaren Energien.
#702Wir werden die Geschwindigkeit des Abschaltens von Kohlekraftwerken beschleuni gen.
#703Dazu werden wir auf einen konkreten Schließungsplan mit Jahreszahlen für alle Kohlekraftwerke in NRW drängen.
#704Dieser Schließungsplan wird sich an Alter und Klima schädlichkeit der einzelnen Kraftwerke orientieren.
#705Mögliche gesetzliche Instrumente können Vorgaben zu Wirkungsgrad, Begrenzungen beim CO -Ausstoß über das Emis sionsschutzgesetz oder das Erheben einer CO2-Steuer sein.
#706Wir wollen die Menschen bei diesem Veränderungsprozess mitnehmen und es soll wie bei der Beendigung des Steinkohlenbergbaus einen sozialverträglichen Auslaufprozess geben.
#707Wir müssen den beschleunigten Ausstieg aus der besonders klimaschädlichen Braun kohle forcieren und gemeinsam mit der Region alternative Zukunftsperspektiven auch für die Arbeitnehmer*innen schaffen.
#708Dazu brauchen wir einen konkreten Zeitplan, die ge naue Bezifferung der Ewigkeitskosten sowie die Gründung einer Stiftung zur Finanzierung der Folge und Ewigkeitskosten aus dem Braunkohleabbau.
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