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vom 14.03.2026 PDF
#693
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Deshalb tre ten wir für einen Kohlekonsens ein, der am Ende in einem Kohleausstiegsgesetz alle Kohlekraftwerke in Deutschland umfasst.
#694Darin müssen die Rahmenbedingungen un ter Maßgabe der gesetzlich definierten Klimaschutzziele und einer sozialverträglichen Ausgestaltung verlässlich definiert werden.
#695Wir suchen den Dialog mit allen Menschen und Organisationen, die von einem Kohleausstieg betroffen sind, insbesondere mit den Beschäftigten und Gewerkschaften in der Energiewirtschaft, in Kraftwerken und in der Zulieferindustrie.
#696Entscheidend ist: Der Kohleausstieg beginnt jetzt.
#697Der Zielkorridor für die gesetzlich festgelegten Restlaufzeiten der jeweiligen Kohlekraftwerke soll bundesweit für die nächs ten zwei Jahrzehnte abschließend definiert werden.
#698Dazu wollen wir in der kommenden Legislatur die erforderlichen Entscheidungen treffen.
#699Deshalb ist es wichtig, dass die äl testen und damit klimaschädlichsten Kohlemeiler schnellstmöglich vom Netz gehen.
#700So wird unserer Verantwortung beim Klimaschutz Rechnung getragen und gleichzeitig wer den die im deutschen Strommarkt vorhandenen Überkapazitäten reduziert.
#701Denn diese verstopfen das Stromnetz und behindern so den Ausbau der erneuerbaren Energien.
#702Wir werden die Geschwindigkeit des Abschaltens von Kohlekraftwerken beschleuni gen.
#703Dazu werden wir auf einen konkreten Schließungsplan mit Jahreszahlen für alle Kohlekraftwerke in NRW drängen.
#704Dieser Schließungsplan wird sich an Alter und Klima schädlichkeit der einzelnen Kraftwerke orientieren.
#705Mögliche gesetzliche Instrumente können Vorgaben zu Wirkungsgrad, Begrenzungen beim CO -Ausstoß über das Emis sionsschutzgesetz oder das Erheben einer CO2-Steuer sein.
#706Wir wollen die Menschen bei diesem Veränderungsprozess mitnehmen und es soll wie bei der Beendigung des Steinkohlenbergbaus einen sozialverträglichen Auslaufprozess geben.
#707Wir müssen den beschleunigten Ausstieg aus der besonders klimaschädlichen Braun kohle forcieren und gemeinsam mit der Region alternative Zukunftsperspektiven auch für die Arbeitnehmer*innen schaffen.
#708Dazu brauchen wir einen konkreten Zeitplan, die ge naue Bezifferung der Ewigkeitskosten sowie die Gründung einer Stiftung zur Finanzierung der Folge und Ewigkeitskosten aus dem Braunkohleabbau.
#709Zudem werden wir prüfen, ob und unter welchen Umständen auch auf sogenannte „Alte Rechte“ in der Braunkohle eine Förderabgabe erhoben werden kann.
#710Wir setzen uns dafür ein, dass die Rohstoffpreise auch die ökologische Wahrheit widerspiegeln.
#711Unser Ziel ist es, dass am Ende möglichst viel von der Kohle auch in den bereits genehmigten Tagebauen in der Erde bleibt.
#712Aktuell wird in Nordrhein-Westfalen ein neues Braunkohlekraftwerk (BoAplus) am Standort Niederaußem geplant.
#713Diese Planungen belasten die notwendigen Bemühun gen um einen Kohlekonsens, verursachen unnötige Kosten und müssen daher eingestellt werden.
#714Darüber hinaus wollen wir, dass der Braunkohletagebau und Kraftwerksbetrei ber die zugesagten Finanzmittel aus dem im Jahr 1994 vereinbarten Kraftwerkserneu erungsprogramm endlich einlöst und statt in neue Kraftwerke in den Strukturwandel in der Region investiert, um so den Kohleausstieg und Strukturwandel im Rheinischen Revier zu unterstützen.
#715Perspektiven für das Rheinische Revier nach der Kohle Das Rheinische Revier im Städtedreieck zwischen Köln, Mönchengladbach und Aachen wurde landschaftlich und wirtschaftlich von der Braunkohlenutzung geprägt.
#716Gleich zeitig hat sich die Region zu einer der stärksten Wissenschaftsregionen in Deutschland entwickelt.
#717Nicht nur die beiden Exzellenzuniversitäten NRWs in Köln und Aachen liegen im Rheinischen Revier, in Mönchengladbach, Aachen, Köln und Jülich gibt es außerdem sehr leistungsstarke Fachhochschulen und eine große Anzahl von Forschungsinstituten.
#718Die Bedeutung der Braunkohle ist für die Region rückläufig, die Beschäftigtenzahlen gingen in den letzten Jahren erheblich zurück.
#719Noch vor 25 Jahren waren in dieser Bran che mehr als 20.
#720Menschen beschäftigt, heute sind es weniger als 9.
#721Die Region hat große Entwicklungspotenziale in den Bereichen Digitalisierung, Solar- wirtschaft, Strom und Speichertechnologien, Elektromobilität, Bioökonomie, klimaneutrales 44 45 Wohnen, Chemie und Logistik.
#722Eingebettet ist dies in unser Konzept Industrie 4.
#723und schlägt sich außerdem im Clustergedanken bei der Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen nieder.
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