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vom 15.03.2026 PDF
#777
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Die Errichtung entsprechender Forschungsanlagen und -reaktoren in NRW bleibt für uns ausgeschlossen.
#778Mit Blick auf das Brennelemente-Zwischenlager Ahaus (BZA) werden wir uns auf Bundesebene dafür einsetzen, eine Ausstiegsperspektive zu entwickeln, sobald ein “Endlager“ gefunden worden ist, in das die heute noch im BZA lagernden mehreren hundert Castor-Behälter mit Brennelementen unterschiedlicher Art dann verbracht wer den sollen.
#779Wir wollen weiterhin, dass der atomare Müll, vor allem aus Jülich, nur noch einmal – nämlich in ein Endlager transportiert wird.
#780Das muss aus unserer Sicht auch für die atomaren Forschungshinterlassenschaften des FRM II in Garching gelten.
#781Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass die Brennelemente-Zwischenlagerung grundsätz lich an den jeweiligen Entstehungsorten erfolgt und Transporte nach Ahaus vermieden werden.
#782Zudem setzen wir uns dafür ein, dass für die Entscheidungsfindung, wie mit den nukleare Altlasten in Nordrhein-Westfalen umgegangen werden soll, eine Begleitgrup pe, ähnlich wie bei der Asse, eingerichtet wird.
#783Wir GRÜNEN setzen uns dafür ein, dass neben den entsprechenden Kreispolizeibe hörden auch die von Uranhexafluorid-Transporten per Bahn, LKW oder Schiff betroffe nen Städte und Gemeinden vorab über diese informiert werden.
#784Bröckelreaktoren vom Netz.
#785Wir teilen die berechtigte Sorge vieler Menschen in Belgien, in den Niederlanden und in Deutschland vor einer atomaren Katastrophe, die von den unsicheren belgischen Reaktoren in Tihange und Doel auszugehen droht, und wir unterstützen die vielfältigen 48 49 diesbezüglichen atomkritischen Aktivitäten.
#786Die maroden Atomreaktoren müssen end gültig stillgelegt werden.
#787Wir fordern von jeder Bundesregierung, sich gegenüber der belgischen Regierung mit Nachdruck für die endgültige Stilllegung der Reaktoren ein zusetzen.
#788Darüber hinaus sollen die bestehenden Städte und Vereinspartnerschaften für den Atomausstieg in Europa genutzt werden.
#789Die nordrhein-westfälische Landesregie rung hat sich beispielgebend auf den unterschiedlichsten Ebenen, unter anderem durch den Beitritt zur Klage der Städteregion Aachen, für die Abschaltung der belgischen Reak toren eingesetzt.
#790Diese Klage wollen wir weiterverfolgen und uns für das Abschalten der Bröckelreaktoren starkmachen.
#791Nur wenige Kilometer hinter der Landesgrenze, im Nachbarland Niedersachsen, stehen zwei Reaktoren, von denen ebenfalls unkalkulierbare Risiken ausgehen, die Atomkraftwerke Grohnde und Emsland.
#792Auch hier teilen wir die berechtigte Sorge der Anwohner*innen und setzen uns für eine vorzeitige Stilllegung ein.
#793In Zusammenarbeit mit der zuständigen niedersächsischen Atomaufsicht werden wir alle diesbezüglich in Frage kommenden Instrumente auf ihre Rechtssicherheit überprüfen und im geeigneten Fall eine vorzeitige Stilllegung unterstützen.
#794NRW – Motor für ein erneuerbares europäisches Energiezeitalter Wir lehnen eine Renaissance der Atomkraft unter dem Deckmantel des Klimaschutzes strikt ab.
#795Vielmehr wollen wir darauf hinwirken, das Auslaufen der Betriebszeiten von Atomkraftwerken überall in Europa für den Umbau des Energiesystems hin zu einem nachhaltigen System ohne Atomkraft auf der Basis Erneuerbarer Energien zu nutzen.
#796NRW ist dabei, der Motor für die Zusammenarbeit der europäischen Regionen zu wer den mit dem klaren Ziel, den europäischen Gedanken hin zu einer Europäischen Union, die die Gestaltung des postatomaren Zeitalters der erneuerbaren Energien zu einem zentralen Bewährungsfeld erklärt, zu entwickeln und weiterzuführen.
#797Statt Atomkraft in Europa brauchen wir eine immer stärker werdende europäische Energiewende.
#798Wir können und wir wollen mit unseren Möglichkeiten dort Hilfestellung leisten, wo Atom kraft ersetzt wird.
#799Dazu wollen wir in NRW gemeinsam mit Belgien und den Nieder landen ein euregionales Energieversorgungskonzept für die Grenzregion erarbeiten, dass die Stromversorgung der gesamten Region auf Basis nachhaltiger Energieträger sicherstellt.
#800Klimaschutz „Made in NRW“ – das wollen wir GRÜNE: ■ den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voranbringen ■ 50 klimagerechte Regionen und 100 Klimagenossenschaften für NRW schaffen ■ NRW zum Speicher und Effizienzland Nr.
#801in Deutschland entwickeln ■ mit Kohleausstiegsgesetz und Kohlekonsens den Abschied von der Kohle organisieren ■ NRW (extrem-)wetterfest machen ■ den Atomausstieg vollenden ■ NRW zum Motor der europäischen Energiewende machen UMWELT, GESUNDHEIT, GERECHTIGKEIT Hohe Umweltstandards und gesunde Lebensverhältnisse sind Voraussetzungen für eine wirtschaftlich erfolgreiche, sozialverträgliche Entwicklung in NRW.
#802Die Umwelt ministerkonferenz hat im letzten Jahr festgestellt, dass das „Schutzgut“ Mensch und der im Grundgesetz verankerte Grundsatz der Chancengleichheit im Sinne der Gewährung gleichwertiger Lebensverhältnisse als Leitgedanken allen wesentlichen Entscheidun gen in der Umweltpolitik eigen sein müssen.
#803Viel erreicht – GRÜNE Erfolge seit 2010 Wir haben 2016 den Masterplan Umwelt und Gesundheit verabschiedet und das Thema Umweltgerechtigkeit auf die politische Tagesordnung gesetzt.
#804Nun werden wir uns für die konsequente Umsetzung der im Masterplan enthaltenen Ansätze einsetzen, etwa für die Verstärkung der Kooperation zwischen Human und Veterinärmedizin, um die ne gativen gesundheitlichen Auswirkungen der Massentierhaltung und hier insbesondere des Antibiotikaeinsatzes zu reduzieren, oder die Schaffung der Voraussetzungen dafür, dass innerstädtische Grünflächen so gestaltet und weiterentwickelt werden, dass sie als Begegnungsraüme verschiedener sozialer Gruppen und Generationen einen wirksamen Beitrag zu mehr Umweltgerechtigkeit leisten können.
#805Wir werden ein Frühwarnsystem entwickeln, mit dem Entwicklungen, die zu Umwelt beeinträchtigungen und damit zu negativen Folgen für die Gesundheit führen können, frühzeitig erkannt werden und so präventiv gehandelt werden kann.
#806Die Umweltpolitik wird konsequent dem Vorsorgeprinzip folgen.
#807Masterplan Umwelt und Gesundheit Unter schlechten Umweltbedingungen leiden nachweislich eher Menschen in sozial prekären Verhältnissen.
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