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vom 16.03.2026 PDF
#980
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Straße Der neue Bundesverkehrswegeplan arbeitet beim Thema Straße mit den altbekannten, nicht nachhaltigen Rezepten.
#981Wir wenden uns gegen eine direkte und gegen die indirek te Privatisierung der Straßen mittels öffentlich-privater Partnerschaften (ÖPP) zum Nut zen von Banken, Versicherungen und Finanzinvestoren und zulasten der Anwohner von Verkehrswegen und der Beschäftigten des Landes.
#982Eine Bundesfernstraßengesellschaft würde Privatisierung begünstigen und einen „Finanzierungskreislauf Straße“ schaffen, der eine ökologische Verkehrswende erschwert.
#983Daher sind wir gegen eine Änderung des Grundgesetzes und für Reformen innerhalb des bestehenden Systems der Auftrags verwaltung.
#984Von Seiten des Landes wollen wir – wie schon 2011 – die Bundesfernstraßenpro jekte in der Planung priorisieren und umsetzen.
#985Oberste Priorität haben Erhaltungs maßnahmen, Neu und Ausbau von Straßen müssen dahinter klar zurückstehen.
#986Umweltverträgliche und vor Ort konsensuale Projekte müssen prioritär geplant werden.
#987Umweltschädliche Vorhaben sollen aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen wer den.
#988Beim Landesstraßennetz wollen wir die Ausgaben für die Erhaltung weiterhin erhö hen, bis das notwendige Maß zum Substanzverzehr gestoppt ist.
#989Auch hier geht Erhalt klar vor Neu und Ausbau.
#990Der Landesstraßenbedarfsplan kann deutlich reduziert, die Ausgaben für den Straßenneubau sollten weiter zurückgefahren werden.
#991Wir wollen verstärkt kleinere Optimierungslösungen im Bestand, vor allem Umbaumaßnahmen als Alternativen zum Straßenneubau, fördern und die Haushaltsmittel dafür erhöhen.
#992Das gesamte Straßennetz wollen wir reorganisieren, um Bau und Instandhaltung effizienter zu machen.
#993Wir drängen bei allen Planungsverfahren auf einen frühzeitigen und breiten Dialog mit den Bürger*innen und Verbänden.
#994Wir wollen engagierte Betroffene nicht übergehen, son dern zeitig einbinden und die Planungsverfahren im Verkehrsbereich entsprechend offen und transparent gestalten.
#995Wir wollen ein lärmarmes, städtebaulich und ökologisch ver träglicheres Straßennetz.
#996Dazu gehören mehr aktive Maßnahmen wie der Bau von Lärm schutzwänden, das Aufbringen von „leisen“ Straßenbelägen, die Berücksichtigung lokaler städtebaulicher Gestaltungskonzepte bei der Projektplanung, die Reduzierung des fossil betriebenen Individualverkehrs und mehr Grün und Wildbrücken.
#997Straßenlärm, Schadstoffausstoß und Unfallgefahren müssen verringert werden.
#998Da her setzen wir uns auf Ebene des Bundes dafür ein, dass auf Autobahnen eine allgemeine Höchstgeschwindigkeit eingeführt wird und die Tempobegrenzungen auf Landstraßen abgesenkt werden.
#999Wir wollen Initiativen unterstützen, um innerorts häufiger Tempo 30 möglich zu machen.
#1000Videobeobachtung des fließenden Verkehrs kann für uns nur dann statthaft sein, wenn dabei keine personenbezogenen Daten erhoben und verarbeitet werden, also beispielsweise zur Kontrolle des Verkehrsflusses auf Autobahnen, wenn dabei keine Kennzeichen erfasst werden.
#1001Wir werden im Bund darauf dringen, die Subventionen für Autos zu überprüfen.
#1002So ist die steuerliche Begünstigung von Firmenfahrzeugen eines der größten Subventionspro gramme einer einzelnen Industrie im Land und verbraucht finanzielle Mittel, die etwa für den Ausbau der Elektromobilität verwendet werden könnten.
#1003Wir halten elektroge triebene Motorroller bzw.
#1004Motorräder für eine weitere gute Alternative und setzen uns für eine Förderung und die Beseitigung von Nutzungshemmnissen ein.
#1005Die von der Bundesregierung beschlossene PKW-Maut lehnen wir als europafeind- lich und bürokratisch ab.
#1006Flugverkehr Wir unterstützen die Forderungen nach mehr ökologischer Steuerung des Flugverkehrs.
#1007Zur Reduzierung der Belastung durch Fluglärm werden wir uns dafür einsetzen, dass der Bund Immissionsgrenzwerte für Fluglärm zum Schutz der Flughafenanwohner*innen schafft.
#1008Wir wollen, dass dem aktiven Lärmschutz an Flughäfen Vorrang gegenüber dem passiven Lärmschutz eingeräumt wird.
#1009Fluglärm soll in das Bundesimmisionsschutz gesetz aufgenommen werden.
#1010Die Planung von Flugrouten muss unter Lärmaspekten lärmarm und mit einer Umweltverträglichkeitsprüfung erfolgen.
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