Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 20.06.2026 PDF
#102
Polen.
#103
Es geht darum, dass die Bürgerinnen und Bürger konkret erleben, dass Europa sie schützt und ihnen hilft, ein gutes und sicheres Leben zu führen.
#104
Dafür brauchen wir eine europäische Haushaltspolitik, die dem Menschen dient, ein Europa, in dem alle Konzerne endlich ihren fairen
#105
Anteil an Steuern zahlen und damit ihren angemessenen Beitrag für das Gemeinwohl leisten.
#106
1. Europas soziales Versprechen einlösen – Vorrang
#107
für soziale Grundrechte
#108
Die praktische Geltung der sozialen Grundrechte hat in Europa nicht
#109
Schritt gehalten mit der gelungenen wirtschaftlichen Integration. Um
#110
dieses Ungleichgewicht auszugleichen, treten wir für eine neue Balance zwischen wirtschaftlichen Freiheiten und sozialen Rechten ein.
#111
Erst wenn die sozialen Rechte den Grundfreiheiten der EU gleichstehen, können europäische Gesetze nicht mehr zu Sozialabbau und Einschränkung der Mitbestimmung führen.
#112
Was wir machen:
#113
Die 2017 proklamierte Europäische Säule der sozialen Grundrechte wird mit einer verbindlichen europäischen Sozialagenda umgesetzt und mit Leben erfüllt. Die Rechtsverbindlichkeit der
#114
sozialen Rechte muss sichergestellt werden. Im Mehrjährigen
#115
Finanzrahmens 2021-2027 sollen die nötigen finanziellen Mittel
#116
vorgesehen werden, um eine europäische Sozialpolitik für die
#117
Bürgerinnen und Bürger auch erfahrbar zu machen.
#118
Mindestlöhne gegen Armut und solide Grundsicherung in Europa.
#119
Deshalb wollen wir einen Rahmen für armutsfeste Mindestlöhne und adäquate Mindeststandards für nationale Grundsicherungssysteme in allen EU-Staaten durchsetzen.
#120
Dies ist das Herzstück der im November 2017 proklamierten Europäischen
#121
Säule sozialer Rechte (ESSR). Kein Vollzeit-Lohn in der Europäi11
#122
II. Für ein Europa, das zusammenhält
#123
schen Union darf unter der nationalen Armutsschwelle liegen.
#124
Funktionierende nationale Lohnfindungsmechanismen und nationale Systeme der Mindestlohnsetzung gilt es zu erhalten.
#125
Die EU-Mitgliedsstaaten müssen mittelbis langfristig das Schutzniveau ihrer Arbeitslosen-, Renten- und Krankenversicherungssysteme angleichen.
#126
Die Annäherung an ein hohes Sozialschutzniveau für alle wird die Nachfrage stabilisieren und Europas Volkswirtschaften krisenfester machen.
#127
Wir streben eine Rahmenrichtlinie für faire Mindestlöhne in Europa und für Mindeststandards in der
#128
sozialen Sicherung an.
#129
Einführung eines europäischen Fonds als Rückversicherung für
#130
die Finanzierung von Sozialleistungen. Er wird in guten Zeiten
#131
von allen Mitgliedstaaten gefüllt.
#132
Während einer Beschäftigungskrise können sie hieraus Mittel beanspruchen, um mit dem Geld ihre Arbeitslosenversicherungen zu unterstützen – damit nicht


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