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vom 20.06.2026 PDF
#77
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II. Für ein Europa, das zusammenhält
#78II. Für ein Europa, das zusammenhält
#79die Bürgerinnen und Bürger schon so lange warten.
#80In den letzten Jahren haben sie häufig das Gegenteil eines sozialen Europas erlebt. Statt eines kalten und neoliberalen Europas, bei dem die
#81Schwachen unter die Räder kommen, wollen wir ein modernes
#82und solidarisches Europa in dem technischer und gesellschaftlicher Fortschritt Hand in Hand gehen, wo wirtschaftliche Dynamik und ökologische Vernunft zusammengehören, wo Bildungs- und
#83Berufschancen für die Jüngeren nicht gegen eine auskömmliche
#84Rente für die Älteren ausgespielt werden, wo es einen Wettbewerb
#85um die besten Innovationen für die Realwirtschaft gibt, nicht einen
#86Wettbewerb um die schädlichsten Steuervermeidungsmodelle,
#87die riskantesten Finanzkonstruktionen oder schlechtesten Arbeitsbedingungen.
#88Es ist ein Irrglaube, dass durch reines Sparen und den Rückzug des Staates breite Teile der Bevölkerung oder gar alle
#89profitieren.
#90Wir können gemeinsam dafür sorgen, dass alle Unternehmen endlich einen anständigen Beitrag für die Finanzierung des Gemeinwohls leisten.
#91Sie sollen Steuern zahlen, wie es sich gehört.
#92Wenn das kleine Café an der Ecke ein Vielfaches mehr an Steuern zahlt
#93als eine große Starbucks-Filiale, dann stimmt etwas nicht im System.
#94Gleichzeitig fehlen den Mitgliedstaaten zu oft die Mittel für bessere Schulen oder im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit,
#95für funktionierende Sozialsysteme oder eine moderne, den Bedürfnissen der Menschen ordentliche öffentliche Infrastruktur.
#96Zukunft kostet Geld. Unsere Zukunft soll durch die Allgemeinheit finanziert
#97werden.
#98Deshalb darf sich niemand durch Tricksereien, Schlupflöcher oder Straftaten seiner Verantwortung entziehen.
#99Wer Milliardenerträge erwirtschaftet, muss endlich auch angemessen besteuert werden und seinen Teil für die Gesellschaft leisten.
#100Das gilt für alle, auch für die digitalen Großkonzerne.
#101Ein Zusammenwachsen der Völker Europas setzt eine schrittweise Angleichung der Lebensbedingungen voraus – in Deutschland ebenso wie in Finnland oder Griechenland, in Portugal wie in
#102Polen.
#103Es geht darum, dass die Bürgerinnen und Bürger konkret erleben, dass Europa sie schützt und ihnen hilft, ein gutes und sicheres Leben zu führen.
#104Dafür brauchen wir eine europäische Haushaltspolitik, die dem Menschen dient, ein Europa, in dem alle Konzerne endlich ihren fairen
#105Anteil an Steuern zahlen und damit ihren angemessenen Beitrag für das Gemeinwohl leisten.
#1061. Europas soziales Versprechen einlösen – Vorrang
#107für soziale Grundrechte
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